NordLB-Chef: "Wir sind wieder eine ganz normale Bank" - NordLB feiert Comeback mit über einer halben Milliarde Euro Gewinn
Norddeutsche Landesbank (NordLB) meldet Comeback mit einem Nettoertrag von über einer halben Milliarde Euro
Die Bank hat sich nach Jahren des Umbaus – ausgelöst durch eine Rettungsaktion der Anteilseigner im Jahr 2019 – erholt. Vorstandschef Jörg Frischholz erklärt die Transformation nun für abgeschlossen und bezeichnet die NordLB als "völlig normale Bank".
Der Aufschwung begann, als die Eigentümer 2019 eingriffen, um das Institut zu stabilisieren. Seither hat die Bank ihre Kosten gesenkt, die IT-Infrastruktur modernisiert und die Bilanzsumme verringert. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass der Gewinn vor Steuern 2022 auf 475 Millionen Euro stieg – ein Plus von 125 Millionen im Vergleich zum Vorjahr (350 Millionen). Der Nettogewinn lag jedoch bei 506 Millionen Euro und damit rund 120 Millionen unter dem Wert von 2021.
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen – etwa dem Krieg im Nahen Osten und anhaltender Marktunsicherheit – bleibt die NordLB auf Wachstumskurs. Bis 2026 strebt sie eine "leicht verbesserte" Ergebnisentwicklung vor Steuern an. Ein zentraler Baustein der Strategie ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI): Alle Mitarbeiter durchlaufen Schulungen, um die Effizienz zu steigern.
Zudem prüft die Bank die Rückkehr zu Dividendenzahlungen nach jahrelanger Pause. Statt neues Personal einzustellen, will die NordLB KI nutzen, um den Kundenservice auszubauen und neue Marktchancen zu erschließen.
Die Erholung der NordLB markiert den Übergang von der Krise zur Stabilität. Mit modernisierten Systemen, schlankeren Strukturen und dem Vorstoß in die KI-Technologie positioniert sich die Bank für einen soliden Aufwärtstrend. Die Anteilseigner könnten bald wieder Erträge sehen – ein Zeichen dafür, dass das Institut seine turbulete Vergangenheit hinter sich lässt.






