Nokia streicht über zehn Prozent der Schweizer Jobs – Sozialpartner fordern Alternativen
Hannah BöhmNokia streicht über zehn Prozent der Schweizer Jobs – Sozialpartner fordern Alternativen
Nokia hat Pläne bekannt gegeben, in der Schweiz Stellen abzubauen – als Teil einer umfassenderen Strategie zur Kostensenkung. Das Unternehmen informierte die Belegschaft am Dienstagnachmittag über die geplanten Entlassungen; die genaue Zahl der betroffenen Arbeitsplätze soll in den kommenden Wochen feststehen. Der Schritt folgt einer gesetzlich vorgeschriebenen Anhörung der Sozialpartner.
Die Stellenstreichungen sind Teil von Nokias globalem "Anpassungsplan", der Investitionen optimieren und die Betriebsmodelle straffen soll. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in der Schweiz rund 140 Mitarbeiter. Die geplanten Entlassungen werden voraussichtlich mehr als zehn Prozent der lokalen Belegschaft betreffen.
Die Mitarbeitervereinigung Angestellte Schweiz fordert sozialverträgliche Lösungen, um die Auswirkungen auf die Beschäftigten abzumildern. Sie rief Nokia auf, vor einer endgültigen Entscheidung Alternativen zu betriebsbedingten Kündigungen zu prüfen. Zudem beabsichtigt das Unternehmen, Teile seiner Aktivitäten in Länder mit niedrigeren Lohnkosten zu verlagern.
Die endgültige Zahl der Arbeitsplatzverluste wird in den nächsten Wochen feststehen. Mit der Umstrukturierung will Nokia seine Abläufe effizienter gestalten und Ausgaben reduzieren. Mitarbeitervertretungen und Gewerkschaften werden die Gespräche fortsetzen, um die Folgen der Kürzungen abzufedern.






