19 March 2026, 20:14

Niedersachsens Ministerpräsident warnt vor dramatischer Energiekrise im Winter

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Olaf Lies fordert Maßnahmen gegen hohe Energiekosten - Niedersachsens Ministerpräsident warnt vor dramatischer Energiekrise im Winter

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat ernste Sorgen wegen der sich verschärfenden Energiekrise in Deutschland geäußert. Angesichts gefährlich niedriger Gasreserven und des nahenden Winters drängt er auf rasches Handeln, um die Versorgung zu sichern und die Preise zu stabilisieren. Seine Warnungen beziehen sich auch auf weitere Risiken, darunter geopolitische Spannungen und steigende Spritpreise an den Tankstellen.

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nur zu 20,7 % gefüllt – deutlich weniger als im Vorjahr mit 44 % zur gleichen Zeit. Tägliche Rückgänge von 0,7 bis 1 %, abhängig vom Wetter, bedeuten, dass das Land zusätzlich 125 TWh beschaffen muss, um das November-Ziel von 70 % zu erreichen. Lies betonte, dass diese Zahlen alarmierend seien und sogar unter dem bisherigen Tiefststand von 23 % Ende März des vergangenen Winters lägen.

Um die Knappheit zu bekämpfen, forderte er ein Bündel an Lösungen: den Ausbau von Flüssiggas-Terminals (LNG), die Steigerung der Importe aus Norwegen und den Niederlanden sowie eine verstärkte Förderung in der Nordsee. Ein drittes LNG-Terminal in Wilhelmshaven wird geprüft, das sowohl Erdgas als auch künftige grüne Alternativen aufnehmen soll.

Lies kritisierte zudem die erneute Debatte über Atomkraft als verunsichernd für Bevölkerung und Wirtschaft. Stattdessen pochte er auf eine Beschleunigung der erneuerbaren Energien, insbesondere von Offshore-Windparks. Die steigenden Spritpreise an den Tankstellen erhöhen den Druck zusätzlich – Lies forderte die Mineralölkonzerne zum Handeln auf und erwartet Entlastung durch die Freigabe staatlicher Ölreserven.

Auch geopolitische Risiken werfen ihre Schatten voraus. Er warnte, dass die Befürchtungen vor einem möglichen Konflikt mit dem Iran nicht unbegründet seien, was die Energiemärkte weiter destabilisieren könnte. Zur Vorbereitung verlangte Lies von der Bundesregierung, alle denkbaren Szenarien zu prüfen und unverzüglich Gegenmaßnahmen einzuleiten.

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Deutschland steht vor einer engen Frist, um die Gasreserven vor dem Winter aufzufüllen – die aktuellen Bestände liegen auf historischem Tiefstand. Lies' Vorschläge – Diversifizierung der Importe, Ausbau der LNG-Kapazitäten und Steigerung der heimischen Förderung – zielen darauf ab, Engpässe zu vermeiden und den Preisdruck zu mildern. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Maßnahmen die Energieversorgung des Landes stabilisieren können.

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