Neue Hochgeschwindigkeitsstrecke: Hamburg und Hannover rücken näher zusammen

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Zwei Züge auf der Schiene mit einem Zaun im Vordergrund, Masten auf dem Land, einer mit einer Signalbeleuchtung, ein Auto auf der Straße rechts, Gebäude im Hintergrund und der Himmel oben.

Städte fordern neuen ICE-Spurt zwischen Hamburg und Hannover - Neue Hochgeschwindigkeitsstrecke: Hamburg und Hannover rücken näher zusammen

Die Landesregierung Niedersachsens und lokale Verantwortliche setzen sich für den Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hamburg und Hannover ein. Sie argumentieren, dass die bestehende Infrastruktur veraltet sei und den regionalen Anforderungen nicht mehr gerecht werde. Die Deutsche Bahn plant mit der neuen Strecke eine deutliche Verkürzung der Reisezeiten – doch nicht alle sind sich über das beste Vorgehen einig.

Die bestehende Verbindung zwischen Hamburg, Lüneburg und Hannover stößt an ihre Kapazitätsgrenzen, was zu erheblichen Serviceeinbußen führt. Die Landesregierung plädiert für eine Modernisierung der bestehenden Infrastruktur und verweist dabei auf einen 2015 im Rahmen eines Dialogforums erzielten Konsens. Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks warnt jedoch, dass eine Sanierung der aktuellen Strecke während der Bauarbeiten zu weiteren Verschlechterungen im Betrieb führen und danach immer noch nicht ausreichen würde, um den Bedarf zu decken.

Die Deutsche Bahn hingegen plant eine komplett neue Trasse, die die ICE-Fahrtzeit zwischen Hamburg und Hannover von derzeit 79 auf 59 Minuten verkürzen soll. Davon würden auch die Anbindungen aus Soltau und Bergen profitieren. Die neue Strecke gilt als unverzichtbar für die Verbesserung des Schienenverkehrs in Norddeutschland. Verantwortlich für den Baubeginn sind die Deutsche Bahn und die beteiligten Baufirmen. Die vorbereitenden Planungen für Abschnitte wie die viergleisige Eisenbahnbrücke in Hannover sollen nach 2027 starten, mit den Hauptbauarbeiten ab Sommer 2028. Aktuell befindet sich das Projekt in fortgeschrittenen Planungs- und Abstimmungsphasen; die öffentlichen und behördlichen Genehmigungsverfahren laufen bereits.

Bürgermeister und Vertreter aus Hamburg, Hannover und Lüneburg unterstützen geschlossen den Bau der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Trotz unterschiedlicher Auffassungen zum regionalen Konsens kommt das Vorhaben unter Führung der Deutschen Bahn voran. Die neue Verbindung soll den Schienenverkehr in Norddeutschland deutlich verbessern – wann sie jedoch fertiggestellt wird, bleibt vorerst ungewiss.