Netflix beendet Millionen-Deal mit Harry und Meghan nach enttäuschender Bilanz
Lotta BrandtAccusations und schwindendes Vertrauen? - Netflix beendet Millionen-Deal mit Harry und Meghan nach enttäuschender Bilanz
Die Zusammenarbeit zwischen Netflix und Prinz Harry sowie Herzogin Meghan nähert sich nach fünfeinhalb Jahren dem Ende. Medienberichten zufolge wird der Streaming-Riese ihren Exklusivvertrag nicht verlängern, wenn dieser im August 2025 in eine weniger verbindliche "First-Look"-Vereinbarung umgewandelt wird. Die einst auf bis zu 100 Millionen US-Dollar geschätzte Partnerschaft stand wegen geringer Produktivität und kreativer Differenzen in der Kritik.
Netflix hatte die Sussexes 2020 unter Vertrag genommen, mit dem Ziel, eine Reihe hochkarätiger Projekte umzusetzen. Doch bis Anfang 2026 sind nur wenige Veröffentlichungen entstanden – darunter die Dokumentation "Harry & Meghan". Brancheninsider berichten, dass die Produktionsfirma des Paares, Archewell, im Gegensatz zu anderen großen Deals wie Oprah Winfreys Harpo mit Apple TV+ oder Shonda Rhimes' Netflix-Partnerschaft kaum durchgehend Content liefern konnte.
Der Großteil der Arbeit der Sussexes konzentrierte sich auf Meghans Lifestyle-Marke "As Ever" und die dazugehörige Serie "With Love, Meghan". Doch diese Vorhaben blieben hinter den Erwartungen zurück – Netflix sitzt auf Lagerbeständen im Wert von etwa 10 Millionen US-Dollar an unverkauften "As Ever"-Produkten. Intern wuchs zudem die Unzufriedenheit, etwa wegen Vorwürfen, Meghan habe Harry in Meetings unterbrochen oder Zoom-Calls abrupt verlassen. Ihre Anwälte führen dies auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zurück.
Zwei Filmprojekte, "Meet Me at the Lake" und "The Wedding Date", befinden sich zwar noch in Entwicklung, kommen aber nur langsam voran. Unterdessen soll Netflix-Chef Ted Sarandos scherzhaft erwähnt haben, Meghans Anrufe nur noch entgegenzunehmen, wenn ein Anwalt anwesend sei – ein Vorwurf, den das Unternehmen zurückweist. Branchenquellen zeigen sich mittlerweile zurückhaltend, mit Archewell zusammenzuarbeiten, und verweisen auf Bedenken hinsichtlich der Markenstärke sowie Meghans Auftreten in professionellen Kontexten.
Die Umstellung auf eine "First-Look"-Vereinbarung 2025 markiert einen deutlichen Rückschlag für die Hollywood-Ambitionen der Sussexes. Angesichts weniger abgeschlossener Projekte und anhaltender Spannungen bleibt ihre Zukunft in der Unterhaltungsbranche ungewiss. Netflix' Entscheidung spiegelt die generelle Skepsis der Branche wider, ob Archewell überhaupt liefern kann.






