18 March 2026, 16:15

Flexibles E-Auto-Laden entlastet Stromnetz: Baden-Württembergs innovatives Pilotprojekt

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenender Infrastruktur, Grünflächen und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

Flexibles E-Auto-Laden entlastet Stromnetz: Baden-Württembergs innovatives Pilotprojekt

Neues Feldprojekt in Baden-Württemberg: Wie flexible E-Auto-Ladung das Stromnetz entlasten kann

Ein neues Praxisexperiment in Baden-Württemberg untersucht, wie flexible Ladezeiten von Elektroautos (E-Autos) das deutsche Stromnetz stabilisieren können. Das Projekt LadeFlexBW belohnt private E-Auto-Besitzer dafür, ihre Ladegewohnheiten anzupassen – und das ohne intelligente Stromzähler oder Änderungen ihrer Energieverträge. Ziel ist es, unter realen Bedingungen zu erforschen, wie sich der Strombedarf während der Energiewende besser steuern lässt.

LadeFlexBW nutzt das bestehende System der Standardlastprofile (SLP) in Deutschland und beweist, dass netzdienliches Laden auch im aktuellen regulatorischen Rahmen funktioniert. Die Teilnahme ist freiwillig und marktbasiert, sodass Fahrer keine Einschränkungen in ihrem Alltag befürchten müssen. Stattdessen erhalten sie finanzielle Anreize für ihre Flexibilität – eine zusätzliche Einnahmequelle, die unabhängig von der Stromrechnung ist.

Das System ist skalierbar und kann von einigen hundert bis zu zehntausenden E-Autos integriert werden. Dominique Gross, Geschäftsführer von Intelligent Energy System Services (IE2S), sieht darin die Chance, ein tragfähiges Geschäftsmodell für Fahrer zu testen, das gleichzeitig die Netzstabilität fördert. Oliver Strangfeld, Vorstand beim Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW, unterstützt das Projekt als Brückentechnologie zwischen Pilotversuchen und flächendeckender Einführung.

Die Erkenntnisse aus LadeFlexBW könnten künftig die Strompreise, Netzentgelte und digitale Ladedienste prägen. Zudem soll das Vorhaben regulatorische Rahmenbedingungen optimieren und die Integration der E-Mobilität in das Stromnetz verbessern. Offizielle Details – etwa zur Teilnehmerzahl und zum genauen Starttermin – sind über die Landesregierung Baden-Württembergs oder Projektankündigungen abrufbar.

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LadeFlexBW zeigt, wie sich E-Auto-Ladung und Netzbedarf mit bestehender Infrastruktur in Einklang bringen lassen. Das Experiment passt in die europäische Strategie für Demand-Response-Lösungen und könnte als Modell für ganz Deutschland dienen. Bei Erfolg könnte es mitbestimmen, wie Flexibilität in den Energiemärkten der Zukunft belohnt wird.

Quelle