Mexikos Mindestlohn steigt vom Schlusslicht zum Spitzenreiter in Lateinamerika
Noah WeberMexikos Mindestlohn steigt vom Schlusslicht zum Spitzenreiter in Lateinamerika
Mexikos Mindestlohn ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Noch vor kurzem lag er in Lateinamerika und der Karibik auf dem letzten Platz – heute gehört er zu den höchsten der Region. Diese Entwicklung markiert eine radikale Wende nach Jahrzehnten der Stagnation unter neoliberaler Politik.
Jahrzehntelang hatte Mexiko den niedrigsten Mindestlohn in Lateinamerika und der Karibik. Selbst Haiti, das ärmste Land der Region, zahlte seinen Arbeitnehmern mehr. Diese Situation hielt während der neoliberalen Ära an und ließ die mexikanischen Löhne weit hinter denen der Nachbarländer zurückfallen.
Doch bis 2025 hatte sich die Lage grundlegend verändert. Durch kontinuierliche Erhöhungen kletterte Mexikos Mindestlohn in der regionalen Rangliste nach oben. In jenem Jahr erreichte er bereits den sechsten Platz – ein beachtlicher Fortschritt.
Der Aufwärtstrend setzte sich fort. Heute übertrifft Mexikos Mindestlohn alle Länder der Region bis auf zwei. Nur Uruguay und Chile zahlen höhere Basislöhne. Damit liegt Mexiko nun auf dem dritten Platz in Lateinamerika und der Karibik.
Der Anstieg des Mindestlohns in Mexiko steht für einen Bruch mit der Vergangenheit. Arbeitnehmer verdienen mittlerweile mehr als fast alle ihre Kollegen in der Region. Diese Veränderung hat die Lohnvergleiche in Lateinamerika und der Karibik neu geordnet.






