06 June 2026, 12:31

Meta überwacht Mitarbeiterdaten für KI-Training – Datenschützer alarmiert

Meta überwacht Mitarbeiter mit umstrittenem Tool – Datenschützer alarmiert

Meta überwacht Mitarbeiterdaten für KI-Training – Datenschützer alarmiert

Im April 2023 gerieten die Arbeitsbedingungen bei Meta in die Kritik, nachdem das Unternehmen ankündigte, Tastatureingaben, Mausklicks und Menüauswahlen seiner US-Mitarbeitenden systematisch zu erfassen. Gleichzeitig entließ der Tech-Konzern rund 8.000 Beschäftigte – offiziell, um Ressourcen für den Ausbau künstlicher Intelligenz freizumachen. Doch die Einführung eines internen Überwachungstools sorgte für zusätzliche Spannungen. Das umstrittene Tool trägt den Namen Model Capability Initiative (MCI) und soll laut Meta dazu dienen, KI-Agenten zu trainieren. Es zeichnet nicht nur technische Interaktionen wie Tastendrücke oder Mausbewegungen auf, sondern erfasst auch den Inhalt von E-Mails und internen Direktnachrichten – selbst dann, wenn diese von Mitarbeitenden außerhalb der USA verschickt werden. Viele Beschäftigte zeigten sich alarmiert und warfen Fragen zur Einhaltung von Privatsphäre und rechtlichen Grenzen auf.

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Ein interner Beitrag, der die Praxis scharf kritisierte, wurde später entfernt. Meta wies die Vorwürfe als ‚grundlegend falsch‘ zurück. Doch ein von Reuters befragter Rechtsexperte äußerte Zweifel: Die umfangreiche Datensammlung könnte gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen, falls personenbezogene Daten von EU-Bürgern betroffen sind.

Die Maßnahmen sind Teil einer größeren KI-Strategie des Konzerns. Bereits im April 2023 hatte Meta die Entlassung von 8.000 Mitarbeitenden mit der Notwendigkeit begründet, stärker in künstliche Intelligenz zu investieren. Die Kombination aus Massenentlassungen und intensiver Datenüberwachung verschärfte jedoch die Skepsis innerhalb der Belegschaft. Die Kontroverse um MCI zeigt, wie weit Meta bei der Datenerfassung geht, um seine KI-Ziele voranzutreiben. Während das Unternehmen die Bedenken zurückweist, bleibt unklar, ob die Praxis mit geltendem Datenschutzrecht vereinbar ist – insbesondere für internationale Teams. Die Entwicklungen werfen grundsätzliche Fragen über den Umgang mit Mitarbeiterdaten in der Tech-Branche auf.

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