26 March 2026, 10:15

Merz erklärt Deutschland für "nicht verteidigungsfähig" – und kündigt Rekordhaushalt an

Ein Buch, das bunt gefärbte Militäruniformen der deutschen Armee mit detaillierten Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt.

Merz erklärt Deutschland für "nicht verteidigungsfähig" – und kündigt Rekordhaushalt an

Bundeskanzler Friedrich Merz hat erklärt, dass Deutschland derzeit nicht in der Lage sei, sich selbst zu verteidigen. In einer jüngsten Rede vor dem Bundestag bezeichnete er den Wiederaufbau der militärischen Schlagkraft des Landes als oberste Priorität der Regierung. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Ausgaben für Verteidigung ein beispielloses Niveau erreicht haben.

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Merz wählte drastische Worte, um die Sicherheitslage Deutschlands zu bewerten. Er argumentierte, das Land müsse wieder "handlungsfähig" werden, da es über keine ausreichenden Mittel zur Selbstverteidigung mehr verfüge. Seit seiner Erklärung im Jahr 2024 sind die Verteidigungsausgaben stark angestiegen – sie haben sich im Vergleich zu den Werten vor 2023 verdreifacht und erreichen 2026 mit 108 Milliarden Euro einen Rekordwert. Davon entfallen 82,69 Milliarden auf den regulären Haushalt und weitere 25,51 Milliarden auf einen Sonderfonds.

Ein beträchtlicher Teil von 48 Milliarden Euro fließt in die Beschaffung, darunter Munition, Drohnen und weitere kritische Ausrüstung. Langfristig ist ein Verteidigungsetat von 152 Milliarden Euro bis 2029 geplant. Die Strategie sieht zudem ein neues Modell für den freiwilligen Wehrdienst vor, mit der Option einer Wiedereinführung der Wehrpflicht bei Bedarf. Ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro wurde bereitgestellt, um diese Reformen zu finanzieren.

Merz betonte, dass Deutschlands Stärke in Europa und auf der globalen Bühne von seiner inneren Widerstandsfähigkeit abhänge. Er verband die nationale Sicherheit mit wirtschaftlicher Stabilität und erklärte, eine florierende Wirtschaft und der Erhalt von Arbeitsplätzen seien in der heutigen Zeit von entscheidender Bedeutung. Die meisten Herausforderungen, vor denen das Land stehe, ergäben sich seiner Ansicht nach aus innerdeutschen Problemen, die durch eigenes Handeln gelöst werden könnten.

Der Kanzler hat zudem Gespräche über eine nukleare Teilhabe mit Großbritannien und Frankreich angeregt. Dieser Schritt deutet auf einen grundlegenden Wandel in der deutschen Verteidigungspolitik hin, die nun sowohl konventionelle als auch strategische Fähigkeiten in den Fokus rückt.

Die Reform der Bundeswehr umfasst Rekordinvestitionen, neue Dienstmodelle und mögliche nukleare Zusammenarbeit. Merz' zentrales Anliegen bleibt die Wiederherstellung der deutschen Verteidigungsfähigkeit, verbunden mit der Bewältigung wirtschaftlicher und innerer Herausforderungen. Der Haushalt 2026 und die langfristigen Pläne spiegeln diesen dringenden Kurs auf mehr militärische Einsatzbereitschaft wider.

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