Lufttaxi Europa meldet Insolvenz nach Frachteinbruch und Kostenexplosion

Elias Werner
Elias Werner
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Ein großes Passagierflugzeug mit zwei Motoren, Tragflächen und einem Heckfinnen, das durch den Himmel fliegt.Elias Werner

Lufttaxi Europa meldet Insolvenz nach Frachteinbruch und Kostenexplosion

Lufttaxi Europa meldet Insolvenz nach Einbruch der Frachtbuchungen und steigenden Kosten

Das Unternehmen Air Taxi Europa hat Insolvenz angemeldet, nachdem die Nachfrage nach Frachtflügen stark eingebrochen ist und die Kosten stiegen. Das Amtsgericht Braunschweig eröffnete am 1. Dezember 2025 offiziell das Insolvenzverfahren und setzte alle Flugaktivitäten aus. Neun Mitarbeiter stehen nun vor einer ungewissen Zukunft, da der Betrieb eingestellt wurde.

Das in Braunschweig ansässige Unternehmen hatte sich auf spontane Frachtflüge spezialisiert, vor allem für Industriekunden. Mit einer Flotte von vier Cessna F406-Maschinen kämpfte es jedoch mit rückläufiger Nachfrage nach Eiltransporten. Gleichzeitig stiegen die Wartungskosten, was die finanzielle Schieflage verschärfte.

Air Taxi Europa hatte versucht, durch Umstrukturierungen und die Suche nach neuen Investoren die Wende zu schaffen. Doch trotz dieser Bemühungen wurde das Geschäft unrentabel, sodass das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Das Gericht bestellte den Anwalt Christoph Suding zum Insolvenzverwalter. Gläubiger haben bis zum 30. Januar Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Der Zusammenbruch spiegelt die größeren Herausforderungen in der deutschen Automobilbranche wider, die auf solche Schnelllogistik-Dienste angewiesen war.

Da alle Flüge eingestellt wurden, wird das Insolvenzverfahren nun die verbleibenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens prüfen. Die neun betroffenen Mitarbeiter werden in den kommenden Wochen über ihr weiteres Schicksal informiert. Zu Sudings Aufgaben gehört auch die Prüfung, ob Teile des Betriebs gerettet werden können.