Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss – kann der Pilotenstreik beendet werden?
Lotta BrandtLufthansa schlägt neues Deal zu Pilot-Renten vor - Lufthansa bietet neuen Rentenkompromiss – kann der Pilotenstreik beendet werden?
Lufthansa legt überarbeiteten Rentenplan vor, um Pilotenstreik beizulegen
Die Lufthansa hat einen überarbeiteten Rentenplan vorgelegt, um den anhaltenden Pilotenstreik zu beenden. Der Vorschlag folgt auf Streitigkeiten über Altersversorgungsleistungen und orientiert sich an jüngsten Anpassungen anderer großer europäischer Airlines. Die Pilotengewerkschaft wird die Details nun prüfen, bevor sie Stellung nimmt.
Das neue Angebot der Airline sieht eine Deckelung der Renten bei 27 Prozent des Endgehalts vor, während künftige Ansprüche in ein beitragsdefiniertes Modell (Defined Contribution, DC) überführt werden. Dieser Ansatz entspricht den Änderungen, die KLM 2023 vorgenommen hat, als das Unternehmen sein leistungsorientiertes System für neue Ansprüche schloss, sowie denen von British Airways 2022, die die Arbeitgeberbeiträge von 22 auf 15 Prozent im Rahmen eines karrieredurchschnittlichen, inflationsbereinigten Einkommensmodells (CARE) senkte. Beide Systeme dienten als Referenz für die Lufthansa-Vereinbarung ab 2025.
Laut Vorschlag sollen Vorruhestandsbrückenbezüge schrittweise abgeschafft werden. Piloten, die bereits kurz vor der Qualifizierung für diese Leistung stehen, behalten jedoch Zugang. Die Einsparungen durch den Wegfall der Brückenrente würden stattdessen eine Rentenerhöhung von bis zu 50 Prozent für alle Piloten finanzieren – ohne zusätzliche Kosten.
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Plan bestätigt erhalten. Eine formelle Prüfung wird zeigen, ob die Bedingungen ihren Forderungen entsprechen und ob damit das Ende der Arbeitsniederlegung eingeleitet werden kann.
Das überarbeitete Rentensystem soll die Lufthansa an die Konkurrenz angleichen und gleichzeitig die Bedenken der Piloten berücksichtigen. Bei Annahme würde die Vereinbarung die Brückenrente streichen, dafür aber die Altersbezüge für das aktuelle Personal erhöhen. Die Entscheidung der Gewerkschaft wird darüber entscheiden, ob der Streik fortgesetzt wird oder der Flugbetrieb wieder normal läuft.






