04 April 2026, 16:14

Lissabons "Besucher-Steuer" entpuppt sich als genialer Aprilscherz mit ernstem Hintergrund

Blick auf Lissabon von einem Hügel mit Gebäuden, Bäumen, einer Statue auf einem Sockel, einer Straße mit Menschen und dem Himmel im Hintergrund.

Lissabons "Besucher-Steuer" entpuppt sich als genialer Aprilscherz mit ernstem Hintergrund

Lissabon kündigt scheinbar strenges Pilotprojekt zur Besucherlenkung an – doch es ist ein Scherz

Lissabon hat ein mutiges neues Pilotprojekt zur Steuerung der Besuchermassen an seinen berühmtesten Aussichtspunkten angekündigt. Ab April sollten zeitlich begrenzte Einlässe, Drehkreuze und Strafen für Besucher eingeführt werden, die ihre erlaubte Aufenthaltsdauer überschreiten. Das Vorhaben zielte darauf ab, das sogenannte "Sunset-Squatting" zu bekämpfen und allen Besuchern einen fairen Zugang zu ermöglichen.

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Doch die Meldung entpuppt sich als Falschmeldung – hinter der Ankündigung steckt ein ausgeklügelter Streich des Portals Lisboa Secreta.

Die gefälschte Bekanntmachung behauptete, dass ab dem 1. Mai an beliebten Orten wie Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara Drehkreuze installiert würden. Besucher müssten dann ein Ticket mit strengen Zeitlimits lösen, das durch Ampelsignale überwacht werde. Wer Warnungen ignoriert, solle ausgesperrt und mit einer Strafe von 15 Euro im Rahmen einer erfundenen "TOEEC-Steuer" belegt werden.

Anwohner mit Steuerregistrierung in historischen Stadtteilen sollten angeblich einen Sonderausweis für verlängerte Besuchszeiten erhalten. Der Scherz ging so weit, dass sogar Glasbarrieren an drei Hauptaussichtspunkten geplant seien, während weniger frequentierte Standorte zusätzliche Beleuchtung und Kameras bekommen sollten. Die Einnahmen aus den Strafen, so die erfundene Begründung, sollten die tägliche Reinigung finanzieren.

Die Reaktionen in der Stadt fielen gemischt aus: Manche unterstützten die Idee ironisch, andere kritisierten sie als Angriff auf die persönliche Freiheit. Der Streich traf einen wunden Punkt – denn die Überfüllung an Lissabons malerischen Orten, besonders bei Sonnenuntergang, ist ein echtes Problem.

Der Scherz von Lisboa Secreta täuschte viele darüber hin, dass tatsächlich strenge neue Regeln kommen würden. Zwar sind keine echten Änderungen geplant, doch die Aktion lenkt die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Debatte über den Tourismusdruck in Lissabon. Die Stadt bleibt weiterhin frei zugänglich – ohne Strafen oder Drehkreuze.

Quelle