25 April 2026, 17:01

Krypto-Lobby pumpt Millionen in US-Wahlkämpfe – und spaltet die Republikaner

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Krypto-Lobby pumpt Millionen in US-Wahlkämpfe – und spaltet die Republikaner

Eine von Krypto-Unterstützern finanzierte politische Gruppe, das Fellowship PAC, hat Aufsehen erregt, nachdem sie Pläne bekannt gab, massiv in einen Senatswahlkampf in Texas zu investieren. Die zunächst eingereichte Meldung – die später als falsch korrigiert wurde – löste eine schnelle Reaktion bei republikanischen Spitzenpolitikern aus. Angesichts steigender Ausgaben der Krypto-Branche im Vorfeld der Wahlen 2026 stehen solche Initiativen zunehmend unter genauer Beobachtung.

Das von Jesse Spiro, einem Manager des Krypto-Unternehmens Tether, geleitete Fellowship PAC hatte bei der Bundeswahlkommission (Federal Election Commission) eine Werbekampagne im Wert von 1,75 Millionen US-Dollar für den texanischen Generalstaatsanwalt Ken Paxton gemeldet. Besonders bemerkenswert war dies, weil der ehemalige Präsident Donald Trump weder Paxton noch dessen Konkurrenten, Senator John Cornyn, öffentlich unterstützt hatte. Republikanische Funktionäre wandten sich daraufhin umgehend an Handelsminister Howard Lutnick, dessen Firma Cantor Fitzgerald zu den Geldgebern des PAC zählt.

Der National Republican Senatorial Committee (NRSC) kritisierte die Einreichung scharf, die das Fellowship PAC später als Fehler einräumte. Den Verantwortlichen wurde mitgeteilt, dass tatsächlich keine Werbung geschaltet worden sei. Trotz der Verwechslung zeigte der Vorfall, wie aktiv krypto-nahe Gruppen zunehmend in die Politik eingreifen.

Im Wahljahr 2024 flossen zwischen 120 und 130 Millionen US-Dollar von Spendern aus der Krypto-Branche in Wahlkämpfe. Für 2026 peilt das Fellowship PAC allein ein Fundraising-Ziel von 100 Millionen US-Dollar an – bis Mitte April waren bereits 11 Millionen eingeworben worden. Die Branche drängt auf klarere Regulierungen für digitale Vermögenswerte und treibt damit ihr politisches Engagement voran.

Der Vorfall verdeutlicht, wie schnell krypto-finanzierte Wahlkampffinanzierung Reaktionen der Parteiführung auslösen kann. Angesichts der ehrgeizigen Spendenziele des Fellowship PAC und der wachsenden Einbindung der Branche könnten ähnliche Konflikte in künftigen Wahlkämpfen aufkommen. Die finanzielle Unterstützung durch Cantor Fitzgerald und Anchor Labs festigt zudem die Verbindung zwischen Krypto-Interessen und etablierten politischen Kampagnen.

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