Katholische Kirche verliert weiter Mitglieder - Katholische Kirche in Niedersachsen schrumpft 2025 dramatisch weiter
Die Zahl der Katholiken in Deutschland geht weiter zurück – neue Daten aus dem Jahr 2025 zeigen deutliche Rückgänge in ganz Niedersachsen. Dieser Trend geht einher mit laufenden Strukturreformen, bei denen Bistümer Pfarreien zusammenlegen, um sich an schrumpfende Gemeinden anzupassen. Gleichzeitig ist die Zahl der offiziellen Austritte in mehreren Regionen stark angestiegen.
Im Bistum Osnabrück sank die Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres von 497.031 auf 486.439. Allein 2025 verzeichnete das Bistum 6.702 formelle Austritte. Trotz des Rückgangs betonen Verantwortliche, sie wollten weiterhin eng mit den Gemeinden verbunden bleiben – auch wenn die Kirche kleiner wird.
Das benachbarte Bistum Hildesheim verzeichnete einen noch stärkeren Rückgang: Die Zahl der Katholiken fiel von 508.073 auf 493.186. Dort gab es 8.843 offizielle Austritte – die höchste Zahl unter den Bistümern der Region. Im Offizialatsbezirk Oldenburg sank die Mitgliederzahl von 235.388 auf 230.623, wobei 3.157 Menschen die Kirche formal verließen.
In ganz Niedersachsen bekannten sich 2025 noch rund 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben. In Bremen lag die Zahl der Katholiken bei 55.809. Diese Entwicklungen spiegeln bundesweite Trends wider, bei denen Bistümer im Rahmen des Prozesses "Zukunft der Kirche" Pfarreien zusammenlegen. Bis 2025 war die Gesamtzahl der Pfarreien in Deutschland auf 8.997 gesunken – ein weiterer Rückgang gegenüber den Vorjahren, da kleinere Gemeinden zu größeren seelsorgerischen Einheiten fusioniert werden.
Ziel der Reformen ist es, die seelsorgerische Arbeit trotz sinkender Mitgliederzahlen aufrechtzuerhalten. Doch die Zahlen unterstreichen das Ausmaß der Herausforderung: Austrittswellen und schrumpfende Gemeinden verändern die Präsenz der Kirche in der Region grundlegend.
Die aktuellen Daten bestätigen den anhaltenden Rückgang der Katholikenzahlen in Niedersachsen, wo 2025 Tausende offiziell aus der Kirche austraten. Strukturelle Veränderungen wie die Zusammenlegung von Pfarreien sind mittlerweile ein zentraler Bestandteil der Antwort der Bistümer, die ihre seelsorgerische Rolle in einer sich rasant wandelnden Landschaft erhalten wollen.