Jungheinrich testet Natrium-Ionen-Batterien als nachhaltige Alternative für Gabelstapler
Hannah BöhmJungheinrich testet Natrium-Ionen-Batterien als nachhaltige Alternative für Gabelstapler
Jungheinrich startet Praxistests mit Natrium-Ionen-Batterien in Industriefahrzeugen
Das Unternehmen Jungheinrich hat mit Feldversuchen für Natrium-Ionen-Batterien in Industriefahrzeugen begonnen. Die Tests sollen zeigen, wie sich die neuen Akkus unter realen Bedingungen bewähren. Das Unternehmen betrachtet sie als mögliche Alternative zu den derzeit in elektrischen Gabelstaplern und Lagerfahrzeugen eingesetzten Lithium-Ionen-Systemen.
Die neuen Batterien funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Lithium-Ionen-Akkus, nutzen jedoch statt Lithium Natriumionen. Dieser Wechsel könnte die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen verringern, da Natrium deutlich weiter verbreitet ist. Im Gegensatz zu Lithium sind seine Lieferketten zudem weniger mit geopolitisch sensiblen Regionen verknüpft.
Im Rahmen der Tests werden Ladeverhalten, Temperaturbeständigkeit und Energieeffizienz untersucht. Zudem werden Daten zu Lebensdauer und Sicherheit im täglichen Betrieb gesammelt. Verschiedene Typen von Industriefahrzeugen werden mit den Batterien ausgestattet, um vielfältige Leistungseinblicke zu gewinnen.
Jungheinrich arbeitet mit globalen Zellenherstellern und Forschungspartnern zusammen, um die Technologie voranzutreiben. Natrium-Ionen-Batterien könnten im Vergleich zu Lithium-Ionen-Alternativen einfacher zu recyceln sein und niedrigere Produktionskosten aufweisen. Bei Erfolg könnten sie eine nachhaltige Lösung für die Energieversorgung von Industriegeräten werden.
Die Feldtests sollen klären, ob Natrium-Ionen-Batterien in puncto Leistung und Zuverlässigkeit mit Lithium-Ionen-Systemen mithalten können. Die Ergebnisse könnten künftige Energiespeicherlösungen für Industriefahrzeuge prägen. Jungheinrich strebt an, die Abhängigkeit von knappen Rohstoffen zu verringern, ohne dabei die Effizienz im Betrieb elektrischer Fahrzeuge zu beeinträchtigen.






