19 June 2026, 14:12

Jan van Aken verlässt überraschend den Parteivorsitz der Linken

Bald wieder im Hoodie öfter zu sehen

Jan van Aken verlässt überraschend den Parteivorsitz der Linken

Jan van Aken tritt mit 65 Jahren als Vorsitzender der Linken zurück. Seine kurze Amtszeit hinterlässt deutliche Spuren in der Ausrichtung und im öffentlichen Bild der Partei.

Van Aken übernahm den Parteivorsitz gemeinsam mit Heidi Reichinnek und sprach damit besonders ältere Wähler an. Zusammen mit Ines Schwerdtner führte er die Partei durch eine Phase des Wachstums. Unter ihrer Führung stiegen die Umfragewerte deutlich – von zuvor 2 bis 3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl 2025.

Bekannt war er für seine Medienpräsenz: In Talkshows und Interviews setzte er die Partei gezielt in der Außenpolitik in Szene. Bei seiner letzten Pressekonferenz im Berliner Karl-Liebknecht-Haus präsentierte er symbolträchtig eine schwarze Kiste und inszenierte seinen Abschied mit einer dramatischen Geste. Van Aken gab zudem zu, dass er und Schwerdtner Journalisten zwei Jahre lang spielerisch an der Nase herumgeführt hätten.

Mit einer Körpergröße von fast zwei Metern ragte er mehr als einen Kopf über Schwerdtner hinaus. Er lobte die Zusammenarbeit mit ihr und bezeichnete ihre Arbeit als herausragend. Als sein Nachfolger wird Luigi Pantisano auf dem anstehenden Parteitag in Potsdam zum neuen Parteichef gewählt werden.

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Van Akens Amtszeit war kurz, aber prägend. Der Umfrageschub und seine Medienstrategie werden als sein Vermächtnis gelten. Sein Nachfolger übernimmt nun das Ruder in einer entscheidenden Phase für die Linke.

Quelle