05 April 2026, 02:15

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026

Alte Karte von Karlsruhe, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und einen Fluss, mit Text auf Papier unten.

IHK Halle-Dessau stellt Forderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft vor der Landtagswahl 2026

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre zentralen Forderungen vorgelegt. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein detailliertes Positionspapier, in dem sie die Prioritäten der regionalen Wirtschaft skizziert. Die IHK plant nun, diese Themen durch Gespräche mit Parteien und der Öffentlichkeit in die Wahlkampfdiskussion einzubringen.

Im Papier benennt die IHK sieben zentrale Handlungsfelder. Dazu gehören die Sicherung von Fachkräften, die Stärkung der Bildung, die Förderung von Innovation sowie eine bessere internationale Ausrichtung. Zudem fordert sie weniger Bürokratie, ein unternehmensfreundlicheres Umfeld und Modernisierungen in der Energie- und Infrastrukturpolitik.

Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, schlägt die IHK strengere Anforderungen an Arbeitskräfte vor. Gleichzeitig plädiert sie für eine stärkere berufliche Ausbildung und den Abbau von Hürden beim Berufseinstieg. Bei der Innovation liegt der Fokus darauf, Förderprogramme, Technologietransfer und Unterstützungsangebote – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen – zugänglicher zu gestalten.

Für mehr internationales Wachstum spricht sich die IHK für aktive Unterstützung bei der Erschließung neuer Märkte aus. Sie befürwortet zudem eine offene Handelspolitik, diplomatische Initiativen und weniger Beschränkungen für globale Geschäftsaktivitäten.

Im Bereich Bürokratie fordert das Papier eine systematische Überprüfung von Verwaltungsaufgaben sowie klarere und praxisnähere Gesetze. Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand zu verringern und Unternehmen zu entlasten.

Energie und Infrastruktur bleiben zentrale Herausforderungen. Die IHK verlangt langfristige Finanzierungssicherheiten, schnellere Genehmigungsverfahren und dringende Modernisierungen der Verkehrs-, Digital- und Versorgungsnetze. Zudem unterstützt sie den Ausbau der Energieinfrastruktur, eine flexible Wasserstoffstrategie und Lösungen zur CO₂-Abscheidung. Eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung sowie der Schutz von Industriestandorten – darunter das Kraftwerk Schkopau – haben höchste Priorität.

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Da der aktuelle Landtag vor der Wahl 2026 mindestens 83 Sitze umfasst, wird die IHK nun darauf hinarbeiten, diese wirtschaftlichen Prioritäten im Wahlkampf zu verankern.

Das Positionspapier der IHK setzt klare Ziele für die nächste Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Die Unternehmen der Region erwarten nach der Wahl konkrete Schritte in den Bereichen Fachkräfte, Innovation und Infrastruktur. Durch den Dialog mit Parteien und Wählern will die Kammer sicherstellen, dass diese Themen die politischen Weichenstellungen der kommenden Jahre prägen.

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