Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy
Hannah BöhmHunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy
Am vergangenen Wochenende versammelten sich Hunderte Demonstranten in Halle, um gegen die Schließung eines umstrittenen Kampfsportstudios zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gezielt gegen die Gladiator Fight Academy, die seit Längerem mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung gebracht wird und deren Veranstaltung Gladiator Fight Series erst kürzlich in Teutschenthal Premiere feierte. Die Proteste fanden vor dem Hauptbahnhöfe Halle statt, wo die Menge Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ skandierte. Im Fokus der Kritik steht die Gladiator Fight Academy, die von Beobachtern als Treffpunkt für Rechtsextreme und gewaltbereite Ideologien eingestuft wird. Vorwürfe lauten, das Studio dulde offen Gewalt und Diskriminierung und diene zunehmend als Kristallisationspunkt für extremistische Rekrutierung.
Eine zentrale Figur der Akademie ist Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer der Gruppe Jungsturm Erfurt. Bei der jüngsten Veranstaltung in Teutschenthal waren zudem mehrere AfD-Politiker anwesend, darunter Paul Backmund, Kandidat für die anstehende Landtagswahl, sowie Fabian Jank und Benedikt Weiß, beide Mitglieder der Partei.
Die Demonstranten forderten nicht nur die Schließung des Studios, sondern warnten auch vor dessen wachsender Vernetzung mit rechtsextremen Netzwerken. Besonders die Präsenz von AfD-Vertretern bei der Kampfsportveranstaltung unterstreicht aus Sicht der Kritiker die politischen Verbindungen der Akademie. Die Proteste in Halle zeigen die anhaltende Kontroverse um die Gladiator Fight Academy und deren mutmaßliche Rolle als Sammelbecken für extremistische Strömungen. Während die Veranstalter die Vorwürfe zurückweisen, bleibt die Forderung nach einer Überprüfung des Studios durch die Behörden bestehen – auch vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahl und der Beteiligung von AfD-Mitgliedern.






