Henkel spaltet Geschäftsbereiche ab und startet historische Neuaufstellung
Noah WeberHenkel spaltet Geschäftsbereiche ab und startet historische Neuaufstellung
Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel vollzieht einen tiefgreifenden strukturellen Wandel. Nach der Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung im April 2026 hat das Unternehmen nun die rechtlichen Weichen für die Abspaltung zentraler Geschäftsbereiche gestellt. Damit beginnt eine neue Phase in der über 140-jährigen Unternehmensgeschichte. Der Vorstand von Henkel hatte beschlossen, die beiden großen Sparten Konsumgütermarken (Consumer Brands) und Klebstofftechnologien (Adhesive Technologies) als eigenständige Tochtergesellschaften auszugliedern. Diese Aufteilung bildet das Kernstück der laufenden Umstrukturierung. Die Aktionäre stimmten dem Vorhaben während der am 27. April 2026 abgehaltenen Hauptversammlung formal zu und ebneten so den Weg für die nächsten Schritte.
Henkel hat inzwischen die notwendigen Abspaltungsverträge mit den betroffenen Tochtergesellschaften unterzeichnet. Parallel dazu wurden interimistische Sale-and-Lease-Back-Vereinbarungen für die übertragenen Einheiten geschlossen, um den Übergang operativ abzusichern. Die rechtliche Begleitung der komplexen Transaktion übernimmt die renommierte Kanzlei Hengeler Mueller, die bereits bei früheren Großprojekten des Konzerns tätig war. Mit der Unterzeichnung der Verträge konkretisiert Henkel seine Pläne, das Geschäft in eigenständige Unternehmen aufzuteilen. Die Abspaltung der beiden Sparten markiert nicht nur eine organisatorische Neuaufstellung, sondern auch einen strategischen Meilenstein für die zukünftige Ausrichtung des Konzerns. Die Umsetzung der Maßnahmen wird in den kommenden Monaten weiter vorangetrieben.






