Goldene Trump-Statue löst Debatte über monarchistische Symbole aus
Eine goldene Statue des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wurde in einem Video enthüllt, das sein Sohn Eric in den sozialen Medien geteilt hat. Die Figur soll in einer geplanten Präsidialbibliothek in Miami ausgestellt werden. Die Enthüllung erfolgt nur wenige Tage nach landesweiten Protesten gegen monarchistische Symbole.
Die Statue hat bereits scharfe Vergleiche mit umstrittenen goldenen Denkmälern autoritärer Herrscher hervorgerufen. Eric Trump veröffentlichte Aufnahmen der glänzenden Goldfigur und zeigte deren geplante Positionierung in einem Auditorium der zukünftigen Bibliothek. Die Veröffentlichung fällt zeitlich mit dem "No Kings"-Marsch zusammen, bei dem Millionen Amerikaner gegen das demonstrierten, was sie als undemokratische Machtinszenierungen wahrnehmen.
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verglich die Trump-Statue mit denen von Mao Zedong, Kim Il-sung und Turkmenistans Saparmurat Nijasow – allesamt umstrittene Führer, deren goldene Abbildungen später entfernt wurden. Im Gegensatz zu den meisten bekannten Goldstatuen, die religiöse oder historische Persönlichkeiten darstellen, zeigt diese einen lebenden Ex-Präsidenten.
Goldene Statuen sind in den USA selten und erscheinen meist als symbolische Kunstwerke, nicht als wörtliche Ehrungen. 2020 platzierte ein Guerilla-Kunstkollektiv eine goldene Toilette auf dem National Mall, um Trumps Renovierungen im Weißen Haus zu verspotten. Die Trump-Administration bevorzugte zuvor symbolträchtige Darstellungen wie den "Zankapfel" gegenüber traditionellen Abbildungen wie der Ernährungspyramide des US-Landwirtschaftsministeriums.
Anhänger des ehemaligen Präsidenten wiesen die Kritik zurück und sehen in der Statue eine mutige Loyalitätsbekundung. Gegner argumentieren, sie könnte zu einem spaltenden Denkmal werden – angesichts der Geschichte, dass ähnliche Statuen während politischer Umbrüche gestürzt wurden. Die goldene Trump-Statue hebt sich als ungewöhnliche Hommage in der amerikanischen politischen Kultur ab. Ihre Aufstellung in einer Präsidialbibliothek wird voraussichtlich weitere Debatten darüber auslösen, wie Führer verewigt werden. Vorerst wird das Projekt trotz der Vergleiche mit autoritärer Symbolik vorangetrieben.






