30 March 2026, 14:19

Europas SAF-Anteil verdreifacht sich 2024 – doch die Flugbranche warnt vor Engpässen

Weißer fetter Text auf einem grünen Hintergrund mit der Aufschrift "netto-null-Emissionen bis 2050."

Europas SAF-Anteil verdreifacht sich 2024 – doch die Flugbranche warnt vor Engpässen

Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) macht rasche Fortschritte: Der Anteil stieg 2024 auf 2 % – mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr mit nur 0,6 %. Die strengen EU-Vorgaben, die in diesem Jahr 2 % SAF an Regionalflughäfen und bis 2030 sogar 6 % vorsehen, setzen Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden gleichermaßen unter Druck. Gleichzeitig verschärfen die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Debatte über die Versorgung und die Kosten für Flugtreibstoffe.

Die Europäische Union hatte ein klares Ziel gesetzt: Ab 2025 müssen mindestens 2 % des an Regionalflughäfen getankten Kerosins aus nachhaltigen Quellen stammen. Aktuelle Daten deuten nun darauf hin, dass der Block dieses Ziel bereits in diesem Jahr übertroffen hat. Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), bestätigte den Meilenstein und betonte, dass die Vorgaben bestehen bleiben würden.

Doch nicht alle sind mit dem Tempo einverstanden. Airlines for Europe (A4E), der Branchenverband der Fluggesellschaften, fordert die Lockerung der Regeln für synthetische SAF (eSAF). Die Organisation argumentiert, das Angebot sei zu knapp und die Kosten weiterhin zu hoch. Laut aktuellem Plan muss eSAF bis 2030 einen Anteil von 1,2 % am gesamten Flugtreibstoff ausmachen, der bis 2035 auf 5 % steigen soll.

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Ein namentlich nicht genannter hochrangiger EU-Vertreter unterstützte hingegen die bestehenden Ziele und unterstrich die Notwendigkeit, an den SAF-Vorgaben festzuhalten. Auch die Europäische Kommission schloss eine Rücknahme der eSAF-Anforderungen aus. Die Diskussion fällt in eine Phase, in der die globalen Ölpreise aufgrund des Konflikts im Iran schwanken und die Versorgung mit herkömmlichem Kerosin zusätzlich belasten.

2024 verdreifachte sich der SAF-Anteil in Europa im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 2 % des gesamten Flugtreibstoffs. Zwar erfasst die EU die Gesamtproduktion, doch bleibt unklar, wie viele einzelne Flughäfen das Ziel für 2024 vorzeitig erreichten.

Europas Umstieg auf nachhaltige Flugkraftstoffe schreitet schneller voran als erwartet – doch Herausforderungen bleiben. Die Airlines kämpfen mit hohen Kosten und einem begrenzten eSAF-Angebot, während die Regulierungsbehörden an den Vorgaben festhalten. Angesichts der instabilen Ölmärkte wird die Wende zu nachhaltigen Treibstoffen in den kommenden Jahren wohl ein zentrales Thema für die Branche bleiben.

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