Energiekrise: Warum Neukunden bei EnviaM bis zu 15 Prozent mehr für Gas zahlen
Elias WernerEnergiekrise: Warum Neukunden bei EnviaM bis zu 15 Prozent mehr für Gas zahlen
Die Energiepreise in Deutschland entwickeln sich weiterhin uneinheitlich, wie aktuelle Zahlen des regionalen Versorgers EnviaM zeigen. Während Neukunden für Gas deutlich mehr zahlen als langjährige Bestandsverbraucher, verzeichnet das Unternehmen gleichzeitig starke Verschiebungen bei Nachfrage und Absatz der verschiedenen Energieträger. Laut EnviaM müssen Neukunden derzeit 10 bis 15 Prozent höhere Gaspreise bezahlen als Bestandskunden. Das Unternehmen konnte die Preise für letztere stabil halten, indem es Gas teilweise bis zu drei Jahre im Voraus eingekauft hatte. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind die Gaspreise für Neukunden bundesweit sogar um etwa 20 Prozent gestiegen.
Gleichzeitig zeigt sich eine wachsende Kluft zwischen Strom- und Gasabsatz: Während der Stromverkauf 2025 auf 6.717 Gigawattstunden sank, stieg der Gasabsatz auf 8.450 Gigawattstunden an. Auch die Nachfrage nach Netzanschlüssen nimmt stark zu – EnviaM verzeichnet täglich über 100 Anfragen, vor allem von expandierenden Unternehmen und Rechenzentren in der Region.
Im Strommix des Unternehmens gewinnen erneuerbare Energien weiter an Bedeutung. Mittlerweile stammen über 59 Prozent des gelieferten Stroms aus Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. EnviaM versorgt Haushalte und Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen mit Strom, Gas, Wärme und Internet. Die Entwicklungen bei EnviaM spiegeln die anhaltenden Veränderungen auf dem Energiemarkt wider. Während der Gasverbrauch 2025 deutlich anstieg, ging die Stromnachfrage zurück – ein Trend, der sich auch in der wachsenden Bedeutung erneuerbarer Energien im Strommix zeigt. Gleichzeitig bleibt die Preisscheere zwischen Neu- und Bestandskunden ein zentrales Thema für Verbraucher.






