25 March 2026, 16:17

Continental bietet 43,7 Millionen Euro Vergleich im Diesel-Skandal an

Ein Lastwagen fährt auf einer Straße mit einer im Hintergrund rauchenden Fabrik, umgeben von Gras, Bäumen und Strommasten.

Continental bietet 43,7 Millionen Euro Vergleich im Diesel-Skandal an

Continental schlägt Vergleich über 43,7 Millionen Euro im Diesel-Skandal vor

Continental hat eine Vergleichszahlung in Höhe von 43,7 Millionen Euro vorgeschlagen, um Ansprüche gegen seine Führungskräfte im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal beizulegen. Die Vereinbarung betrifft sechs ehemalige Vorstandsmitglieder, darunter drei frühere Vorstandsvorsitzende, und soll im April 2026 von den Aktionären abgesegnet werden.

Der Vergleich folgt Vorwürfen, wonach die Manager ihre Sorgfaltspflichten bei der Entwicklung und Nutzung von Motorsteuerungssoftware fahrlässig verletzt hätten. Continental betont, dass keine vorsätzlichen Pflichtverstöße festgestellt wurden, die Führungskräfte jedoch bei der Überprüfung der Softwarefunktionen die gebotene Sorgfalt vermissen ließen.

Die Gesamtkosten des Diesel-Skandals für Continental werden auf rund 300 Millionen Euro geschätzt. Ein Teil dieser Summe soll über die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) des Unternehmens gedeckt werden, die Fehlverhalten von Führungskräften abdeckt. Von den betroffenen Managern werden keine persönlichen Zahlungen verlangt.

Aufgrund einer früheren Vereinbarung wird Continental die Versicherungsleistung mit seinem Großaktionär Schaeffler teilen. Diese Regelung geht auf eine Abmachung mit der ehemaligen Antriebsstrang-Sparte Vitesco zurück.

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Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung am 30. April 2026 über den Vergleich entscheiden. Bei Zustimmung würde die Zahlung von 43,7 Millionen Euro alle Ansprüche gegen die sechs Führungskräfte abschließend regeln, darunter Elmar Degenhart, Karl-Thomas Neumann und Manfred Wennemer. Die Versicherungsdeckung stellt sicher, dass die Betroffenen keine Eigenbeteiligung leisten müssen.

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