02 April 2026, 18:15

CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Video in die Kritik – doch bleibt im Amt

Wappen von Brandenburg-Ansbach mit einem gekrönten Schild mit einem springenden Löwen links, einem Chevron rechts und dem Wort "Brandenburg" in fetter schwarzer Schrift darunter.

CDU-Politiker Bommert gerät wegen NS-Video in die Kritik – doch bleibt im Amt

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburgs, ist für die Verbreitung eines Videos mit restaurierten Militärausrüstung aus der NS-Zeit in die Kritik geraten. Die Aufnahmen zeigten Enthusiasten, die auf Wehrmacht-Motorrädern in Uniform fuhren. Die Partei reagierte mit einem offiziellen Verweis, verzichtete jedoch darauf, ihn von seinen Ämtern zu entbinden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert in diesem Jahr für Aufsehen sorgt. Bereits zuvor hatte er einen WhatsApp-Status gepostet, in dem er Politiker rivalisierender Parteien lobte – auch dies löste Empörung aus.

In dem umstrittenen Video waren historische Motorräder und Uniformen der Wehrmacht zu sehen, der Streitkräfte des nationalsozialistischen Deutschlands. Bommert hatte das Material in sozialen Medien veröffentlicht, es später jedoch wieder gelöscht. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz distanzierte sich umgehend von den Inhalten und bezeichnete sie als unangemessen.

Bretz kündigte eine interne Prüfung an und erklärte, er werde direkt mit Bommert sprechen. Die Partei erteilte schließlich einen offiziellen Verweis, sah jedoch von weiteren Sanktionen oder einer Amtsenthebung ab.

Bereits zu Jahresbeginn war Bommert wegen eines WhatsApp-Status in die Kritik geraten, in dem er seine Lieblingspolitiker nannte – darunter die Grünen-Politiker Robert Habeck, Annalena Baerbock und Ricarda Lang. Er räumte ein, der Beitrag sei ein Fehler gewesen, und trat damals als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurück.

Laut Unterlagen gab es in den vergangenen fünf Jahren keine weiteren Fälle, in denen CDU-Politiker in Brandenburg öffentlich für die Verbreitung umstrittenen historischen oder politischen Materials kritisiert oder sanktioniert wurden.

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Die CDU hat den Vorfall mit einem Verweis geahndet, von weiteren Konsequenzen gegen Bommert jedoch abgesehen. Interne Gespräche sollen fortgesetzt werden, und die Partei hat deutlich gemacht, dass sie den Inhalt des Videos missbilligt. Bommert bleibt vorerst in seiner Funktion als stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Quelle