Bundesbeamte ziehen nach wochenlangen Protesten in Minnesota ab
Bundesbeamte sind nach tagelangen heftigen Protesten aus Minnesota abgezogen worden. Die Demonstrationen waren eine Reaktion auf die Tötung von Renee Good durch den US-Einwanderungs- und Zolldienst (ICE) einen Monat zuvor. Die Behörden bestätigten den Abzug von 700 Einsatzkräften, darunter Beamte von ICE und der Grenzschutzbehörde CBP (Customs and Border Protection).
Im Mittelpunkt der Proteste stand das Whipple Federal Building, ein Gebäude, das für die Inhaftierung von ICE-Verdächtigen und die Bearbeitung von Asylanträgen genutzt wird. Vor dem Gebäude versammelten sich Menschenmengen, einige Demonstranten warfen Gegenstände auf Fahrzeuge, von denen sie annahmen, dass sie Bundesbeamte transportierten. Später veröffentlichte Videos zeigten, wie Beamte geworfene Dildos aufsammelten und sie zurück in die Menge warfen.
Die Spannungen verschärften sich weiter, als Eisblöcke auf die Sicherheitskräfte geschleudert wurden. Bei den Auseinandersetzungen kam es zu mindestens 42 Festnahmen. Der ehemalige Leiter der Grenzschutzbehörde, Tom Homan, bestätigte später den vollständigen Abzug der Beamten aus dem Bundesstaat.
Der Abzug von 700 Bundesbeamten markiert einen Wendepunkt in Minnesota nach Wochen der Unruhen. Die Proteste hatten nach Goods Tod begonnen und richteten sich gegen eine zentrale ICE-Einrichtung. Mit dem Rückzug der Beamten stellt sich nun die Frage, wie es mit den künftigen Vollstreckungsmaßnahmen im Bundesstaat weitergeht.






