500 Euro Verlust: Wie ein E-Rezept eine Apotheke in die Kostenfalle lockte

Admin User
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Eine Apotheke mit einem Fahrzeug davor und einem Gebäude links daneben.

500 Euro Verlust: Wie ein E-Rezept eine Apotheke in die Kostenfalle lockte

Eine Apotheke in Osterwieck hat durch ein Timing-Problem bei einem E-Rezept einen finanziellen Verlust von über 500 Euro erlitten. Der Vorfall ereignete sich, als ein Patient ein hochpreisiges Medikament kurz nach einer Preisanpassung zu Monatsbeginn abholte. Apothekeninhaber Lutz Leupold warnt vor den Risiken, denen Apotheken im aktuellen Erstattungssystem ausgesetzt sind.

Am 30. Oktober 2025 löste ein Patient in der Fallstein-Apotheke ein E-Rezept für Teriflunomid ein, ein Immunsuppressivum mit einem Wert von über 1.000 Euro. Wegen eines Feiertags blieb die Apotheke am 31. Oktober geschlossen, sodass der Patient das Medikament erst am 1. November abholte. Da die Arzneimittelpreise jeweils zum 1. und 15. eines Monats angepasst werden, war der Erstattungssatz zum Zeitpunkt der Ausgabe bereits gesunken.

Der Fall zeigt die finanzielle Belastung, der sich Apotheken gegenübersiehen, wenn sich die Erstattungssätze zwischen der Rezeptabgabe und der Medikamentenabholung ändern. Ohne Anpassungen des Systems könnten Verzögerungen durch Feiertage oder terminliche Planungen der Patienten weiterhin zu Verlusten führen. Apotheken bleiben verpflichtet, die Medikamente auszugeben – unabhängig von den entstandenen Kostenunterschieden.