140 Jahre alter Leuchtturm flieht vor der Erosion ins Binnenland
Ein 140 Jahre alter Leuchtturm soll nach Jahren der Küstenerosion ins Landesinnere verlegt werden. Das von Wind und Wellen bedrohte Bauwerk findet ein neues Zuhause in der Nähe des Garnelenfischerhafens von Fedderwardersiel. Die Behörden haben nun mit der Beantragung der notwendigen Genehmigungen für den Umzug begonnen.
Die Entscheidung, den Leuchtturm zu versetzen, erfolgte nach der Prüfung mehrerer möglicher Standorte. Zunächst war Wilhelmshaven im Gespräch, doch schließlich fiel die Wahl auf Fedderwardersiel – aufgrund seiner Küstenlage und der gut ausgebauten Infrastruktur. Ein Sprecher der Stiftung betonte, dass Wilhelmshaven damit nicht endgültig ausgeschlossen sei.
Auch andere Orte wie Bremerhaven und Hooksiel in Friesland hatten sich beworben. Diese Vorschläge wurden jedoch nach einer ersten Bewertung verworfen. Die Stiftung hob besonders den direkten Küstenzugang in Fedderwardersiel als entscheidenden Vorteil für das Projekt hervor.
Unterdessen wird auch ein historischer Leuchtturm in der vietnamesischen Provinz Ben Tre verlegt. Das Bauwerk gehört zum Revolutionsstützpunkt Bung Lac Dia und ist Teil eines umfassenden Vorhabens, das den Bau eines Stausees, den Denkmalschutz und Wohnraumentwicklung verbindet.
Mit der Standortwahl ist der nächste Schritt die Finalisierung aller rechtlichen und technischen Unterlagen. Bald wird der Leuchtturm in der Nähe des Hafens von Fedderwardersiel stehen – geschützt vor weiterer Küstenschäden. Die Verlegung markiert das Ende eines langen Bewertungsprozesses.






