Zoll deckt illegale Arbeitskräfte in Niedersachsen auf – Sexarbeiterin und Lkw-Fahrer ohne Papiere
Lotta BrandtZoll deckt illegale Arbeitskräfte in Niedersachsen auf – Sexarbeiterin und Lkw-Fahrer ohne Papiere
Zollbehörden in Niedersachsen haben zwei getrennte Fälle von undokumentierten Arbeitskräften aufgedeckt, die illegal in der Region tätig waren. In Göttingen wurde eine Sexarbeiterin aus Südamerika ohne gültigen Aufenthaltstitel oder Gewerbeschein entdeckt, während in Goslar ein Lkw-Fahrer aus Osteuropa die erforderlichen Arbeitserlaubnisse fehlten.
Beide Personen müssen sich nun wegen illegalen Aufenthalts vor Gericht verantworten. Gegen den Arbeitgeber des Lkw-Fahrers und das beauftragende Unternehmen laufen zudem weitere Ermittlungen.
Die Sexarbeiterin wurde in einer Privatwohnung in Göttingen aufgefunden, in der sich auch ein Kinderzimmer befand. Dies verstößt gegen das Prostituiertenschutzgesetz, das eine ordnungsgemäße Anmeldung und Genehmigungen vorschreibt. Wie sich herausstellte, war sie zuvor von der Bundespolizei an der deutsch-schweizerischen Grenze abgewiesen worden. Nach einem Asylantrag tauchte sie unter, bevor sie erneut ausfindig gemacht wurde.
Mittlerweile wurde sie aufgefordert, die Wohnung zu verlassen, und muss sich wegen illegalen Aufenthalts strafrechtlich verantworten.
In einem weiteren Fall identifizierten Zollbeamte in Goslar einen undokumentierten Lkw-Fahrer aus einem nicht zur EU gehörenden osteuropäischen Land. Er entlud Fahrzeuge, ohne über die notwendigen Arbeitsgenehmigungen zu verfügen. Gegen ihn wurden Strafverfahren eingeleitet, während die Ermittlungen gegen seinen Arbeitgeber und das beauftragende Unternehmen andauern.
Für die Jahre 2024 und 2025 liegen noch keine offiziellen Statistiken zu ähnlichen Fällen in Niedersachsen oder Thüringen vor. Berichten zufolge gab es bisher nur vereinzelte Kontrollen, ohne dass detaillierte Auswertungen in öffentlichen Unterlagen verfügbar wären.
Die beiden Fälle verdeutlichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, gegen illegale Beschäftigung und undokumentierte Arbeitskräfte in Deutschland vorzugehen. Sowohl die Sexarbeiterin als auch der Lkw-Fahrer müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen wegen Verstößen gegen Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen rechnen. Die Ermittlungen gegen den Arbeitgeber des Lkw-Fahrers laufen weiterhin, weitere Schritte sind nicht ausgeschlossen.
Zoll verschärft die Bekämpfung von illegalen Arbeitnehmern in Niedersachsen
Fortgesetzte Durchsetzungsmaßnahmen in Niedersachsen haben weitere Verstöße aufgedeckt. jüngste Kontrollen in Göttingen ergaben:
- Eine zweite nicht registrierte Prostituierte, die in einer Ferienwohnung tätig war, nachdem das Asylverfahren abgeschlossen war
- Ein Arbeiter mit einem Residenzverbot in Deutschland
- Beide Fälle wurden als unregistrierte Betriebe nach dem ProstG eingestuft Diese Feststellungen decken sich mit den regionalen Operationen, die auf illegale Beschäftigung in der Bau- und Dienstleistungsbranche abzielen.
