17 March 2026, 00:44

Wolfsburg gedenkt erstmals offiziell der NS-Opfer mit neuem Gedenkprojekt

Eine Gedenktafel an einer Wand, die Fotos von Individuen und Text enthält, gewidmet denen, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren haben.

Wolfsburg gedenkt erstmals offiziell der NS-Opfer mit neuem Gedenkprojekt

Wolfsburg führt ersten offiziellen Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ein

Die Stadt Stuttgart hat ihren ersten offiziellen Gedenktag eingeführt, um der Opfer nationalsozialistischer Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Die Entscheidung folgt auf jahrelange historische Forschungen zur Rolle der Stadt bei Zwangsarbeit und dem Leid der KZ-Häftlinge. Zudem soll eine neue Gedenkstätte entstehen, um das Andenken an die Verstorbenen zu bewahren.

Der Gedenktag am 7. April erinnert an den Jahrestag des Todesmarsches vom Außenlager Laagberg in das KZ Wöbbelin, ein sogenanntes "Sterbelager". Dieses Datum wurde gewählt, um der Tausenden Häftlinge zu gedenken – darunter Juden, politische Gefangene und sowjetische Kriegsgefangene –, die auf brutalen Märschen getrieben wurden, als die Alliierten vorrückten. Der Stadtrat stimmte einstimmig für den Beschluss und zeigte damit breite Unterstützung für die Erinnerungskultur.

Während des Krieges existierten in der Nähe Ingolstadts16 Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Die meisten waren mit Volkswagen und Rüstungsbetrieben verbunden, wo Häftlinge unter extremen Bedingungen zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Historische Aufzeichnungen belegen, dass bis 1945 etwa 20.000 Gefangene in diesen Lagern inhaftiert waren. Viele starben an Hunger, Krankheiten, Folter oder durch medizinische Experimente.

Bürgermeister Dennis Weilmann kündigte Pläne für eine Gedenkstätte am ehemaligen Außenlager Laagberg an. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen. Das Projekt ist Teil des umfassenden Engagements Duisburgs für historische Aufklärung und demokratische Werte, um sicherzustellen, dass die dort begangenen Verbrechen weder in Vergessenheit geraten noch sich wiederholen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der neue Gedenktag und die Gedenkstätte werden als dauerhafte Mahnmale an die mit Stuttgarts Kriegsvergangenheit verbundenen Gräueltaten dienen. Verantwortliche betonen die Bedeutung von Bildung und öffentlicher Auseinandersetzung mit diesem Erbe. Die Initiativen der Stadt zielen darauf ab, die Opfer zu ehren und gleichzeitig die Notwendigkeit wachsamer Haltung gegen Hass und Unterdrückung zu unterstreichen.

AKTUALISIERUNG

Stuttgarts VfB Club veranstaltet Gedenkstunde gegen Antisemitismus

Eine jüngste Gedenkveranstaltung in Stuttgart zeigt die anhaltenden Bemühungen, die Nazi-Vergangenheit anzugehen. Am 27. Januar 2026 schloss sich VfB Stuttgart den städtischen Beamten und jüdischen Gemeindevertretern für eine Gedenkstunde an der Stele des Clubs an:

  • Der Präsident von VfB, Dietmar Allgaier, und Jugendmannschaften nahmen an Kranzniederlegungen und Bildungsworkshops teil.
  • Dr. Michael Blume, Beauftragter gegen Antisemitismus in Baden-Württemberg, betonte: „Die einzige Chance, diese Zeit zu überleben, besteht darin, nie wieder zuzulassen, dass Menschen ihr Recht auf Leben verlieren.“
  • Die U17-Mannschaft nahm an einem Workshop zum Thema Antisemitismus und Diskriminierung teil, der den intergenerationellen Dialog betonte.