WM 2026 kostet deutsche Firmen 1,3 Milliarden Euro durch sinkende Produktivität
Elias WernerWM 2026 kostet deutsche Firmen 1,3 Milliarden Euro durch sinkende Produktivität
WM kostet deutsche Unternehmen rund 1,3 Milliarden Euro an Produktivitätsverlusten
Die Fußball-Weltmeisterschaft schlägt in der deutschen Wirtschaft mit etwa 1,3 Milliarden Euro an entgangener Produktivität zu Buche. Da viele Spiele erst nach Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden beginnen, geraten Arbeitsroutinen durcheinander. Beschäftigte verbringen im Schnitt 26 Minuten ihrer täglichen Arbeitszeit mit Inhalten rund um das Turnier.
Die aktuelle WM dauert fast fünf Wochen und umfasst mit 104 Partien mehr Spiele als je zuvor. Über den gesamten Wettbewerb hinweg entgehen deutschen Arbeitnehmern so rund zwölf Arbeitsstunden. Gerichte haben entschieden, dass Mitarbeiter Spiele über Radio verfolgen dürfen – vorausgesetzt, es stört keine Kollegen und beeinträchtigt nicht die Arbeitsleistung.
Das deutsche Arbeitsrecht räumt jedoch kein generelles Recht ein, die WM während der Arbeitszeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers zu verfolgen. Wer nach nächtlichen Spielen zu spät kommt, muss mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen. Erscheint ein Mitarbeiter betrunken zur Arbeit, weil er zuvor Spiele geschaut hat, kann der Arbeitgeber ihn nach Hause schicken – und der Lohn für diesen Tag verfällt.
Weltweit gibt etwa jeder siebte Arbeitnehmer zu, heimlich während der Arbeitszeit Spiele zu verfolgen. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Ablenkung sind beträchtlich: Unternehmen tragen die finanziellen Lasten der sinkenden Produktivität.
Der verlängerte Turnierzeitraum und die spät ansetzenden Spiele haben spürbare Auswirkungen auf den Arbeitsalltag. Beschäftigte riskieren Abmahnungen wegen Verspätungen oder Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem WM-Konsum. Die Gesamtkosten für die deutsche Wirtschaft zeigen, wie tiefgreifend das Event die tägliche Produktivität beeinflusst.






