WM 2026 in Mexiko: Flexible Arbeitsmodelle gegen Produktivitätsverluste
Lotta BrandtWM 2026 in Mexiko: Flexible Arbeitsmodelle gegen Produktivitätsverluste
Die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird im Estadio Azteca in Mexiko-Stadt eröffnet. Mexiko wird 13 der insgesamt 104 Turnierspiele ausrichten. Unternehmen bereiten sich bereits auf die wirtschaftlichen und betrieblichen Auswirkungen des Großereignisses vor.
Die Arbeitgebervereinigung Coparmex hat Unternehmen aufgefordert, während der WM flexible Arbeitsmodelle einzuführen. Dazu zählen gestaffelte Schichten, angepasste Arbeitszeiten sowie Homeoffice-Lösungen. Ziel ist es, Mitarbeitenden die Möglichkeit zu geben, Spiele verantwortungsvoll zu verfolgen, ohne den Betriebsablauf zu stark zu beeinträchtigen.
Die wirtschaftlichen Prognosen zeigen sowohl Chancen als auch Risiken auf. Laut Schätzungen von Moody’s Local Mexico wird das Turnier durch den Tourismus fast 18 Milliarden Pesos in das Land bringen. Eine Studie des Personaldienstleisters UKG warnt jedoch vor globalen Produktivitätsverlusten in Höhe von knapp 300 Milliarden Pesos. Allein in Mexiko könnten durch Fehlzeiten 6,4 Milliarden Pesos an entgangener Wertschöpfung entstehen.
Octavio de la Torre, Präsident des Handelsverbands Concanaco Servytur, blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. Seiner Meinung nach lassen sich Produktivität und die Freude am Turnier gut vereinen. Die Privatwirtschaft erwartet insgesamt einen positiven Nettoeffekt für die mexikanische Wirtschaft.
Mit flexiblen Arbeitsregelungen versuchen Unternehmen, betriebliche Erfordernisse und Mitarbeiterinteressen in Einklang zu bringen. Experten sagen dem Turnier einen deutlichen Wirtschaftsschub für Mexiko voraus. Gleichzeitig arbeiten Behörden und Firlen daran, Produktivitätseinbußen zu begrenzen und die Vorteile des Events bestmöglich zu nutzen.
