26 January 2026, 14:35

Wissenschaftspreise und neue Initiativen prägen das Forschungsjahr 2024 mit frischem Innovationsgeist

Das Gebäude der University of Notre Dame Australia mit Glaswänden und -türen, einem Schild, einem Metallzaun, Gras, Topfpflanzen, Bänken, einem Außenständer, einer Baumgruppe und einem bewölkten Himmel.

Wissenschaftspreise und neue Initiativen prägen das Forschungsjahr 2024 mit frischem Innovationsgeist

Eine Reihe bemerkenswerter Erfolge und bevorstehender Veranstaltungen prägen das Ende des Jahres 2024 in Wissenschaft und Forschung. Von renommierten Auszeichnungen bis hin zu neuen Initiativen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Mobilität – Institutionen würdigen Innovation und Zusammenarbeit. Die jüngsten Ehrungen umfassen Klimapolitik im Bauwesen, historische Forschung sowie Fortschritte in der gesundheitsorientierten Stadtplanung.

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Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des Niedersächsischen Wissenschaftspreises in Höhe von insgesamt 109.000 Euro an drei Forscher:innen für ihre herausragenden Leistungen. Gleichzeitig drängt ein neues Manifest von Architekt:innen und Ingenieur:innen auf praktikable und gerechte Lösungen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen im Bausektor. Weitere Highlights sind der Start einer kostenlosen Online-Plattform im kommenden Monat, die Planer:innen dabei unterstützen soll, den Gesundheitsschutz in Bauprojekte zu integrieren.

Am 20. November wurde der Niedersächsische Wissenschaftspreis an Professor Andreas Waag, Professor Patrick Schwerdtner und die Masterstudentin Sarah Koop-Brinkmann verliehen. Der mit 109.000 Euro dotierte Preis zeugt von exzellenter Forschung, Lehre und Wissensvermittlung.

Bereits Anfang des Monats wurde Claudia Kemfert, Professorin am DIW Berlin und an der Leuphana Universität Lüneburg, als Preisträgerin des Abt-Jerusalem-Preises bekanntgegeben, der am 25. November überreicht wird. Die Auszeichnung würdigt ihre Arbeit in der Wirtschafts- und Nachhaltigkeitsforschung. Der Ivan-Hirst-Preis wurde in diesem Jahr zweimal vergeben: Alexander von den Benken erhielt ihn am 17. November für seine Dissertation über den Wandel von Porsche – vom Familienunternehmen zur geführten Corporation in den Jahren 1971 bis 1981. Ebenfalls geehrt wurde der Masterabsolvent Jost Othmer für seine Arbeit über die frühe Computernutzung bei Volkswagen. Im Ingenieurwesen gewannen David Anton und Professor Henning Wessels vom Institut für Computational Modeling im Bauingenieurwesen den FAIR-Daten- und Softwarepreis Niedersachsen 2024. Ihr Sieg in der Kategorie Datensätze wurde während der Niedersächsischen Datentage verkündet.

Neben Auszeichnungen nehmen auch neue Projekte Gestalt an. Die Initiative „Praktische Wege zur CO₂-Reduktion im Bausektor“ ist gestartet – Forscher:innen fordern darin nachhaltige, bezahlbare und sozial gerechte Klimapolitiken für das Baugewerbe. Ihr Manifest zielt darauf ab, klare Leitlinien für die Branche zu setzen. Am 4. Dezember geht die kostenlose Plattform PlanGesund.info online, die praktische Werkzeuge für die Verankerung von Gesundheitsschutz in der Bauplanung bietet. Die Ressource richtet sich an Planer:innen, Architekt:innen und Entwickler:innen, die evidenzbasierte Lösungen suchen. Der Mobility Startup Day 2024, der für den 2. Dezember angesetzt ist, bringt Expert:innen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt steht die Gestaltung zukünftiger Verkehrssysteme durch branchenübergreifende Zusammenarbeit.

An der TU Braunschweig skizzierte Präsidentin Angela Ittel die Strategie der Universität für das Jahr 2030, darunter Pläne zur Erweiterung des Forschungsumfelds und der Changemaker-Initiative. Die Ziele für 2025 betonen Innovation und gesellschaftlichen Impact. Mittendrin lenkte eine Studentenerfahrung im Ausland die Aufmerksamkeit auf sich: Jonas Westphal, Architekturstudent in Valencia, half bei Rettungseinsätzen während schwerer Überschwemmungen in Südspanien. Sein direkter Einsatz unterstrich die wachsenden Herausforderungen durch klimabedingte Katastrophen.

Die letzten Wochen des Jahres 2024 zeigten sowohl die Würdigung vergangener Leistungen als auch Schritte in Richtung zukünftiger Fortschritte. Auszeichnungen in Geschichte, Wirtschaft und Ingenieurwesen verdeutlichen die Bandbreite akademischer Beiträge, während neue Plattformen und Initiativen drängende Fragen der Klimapolitik und öffentlichen Gesundheit aufgreifen. Veranstaltungen wie der Mobility Startup Day und der Start von PlanGesund.info signalisieren anhaltende Bemühungen, die Zusammenarbeit über Sektoren hinweg zu stärken. Diese Entwicklungen spiegeln den anhaltenden Antrieb für Innovation in Forschung, Nachhaltigkeit und Bildung wider.