25 January 2026, 04:20

Winnender Schüler lernen Notfallvorsorge – ein Schulprojekt zeigt, wie Krisenbewältigung funktioniert

Eine Gruppe von Menschen marschiert eine baumbestandene Straße entlang und hält ein Transparent mit der Aufschrift "Klima-Krise ist eine Krise", mit Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Dosenwaren und Dosengüter - Schüler trainieren für Notfälle - Winnender Schüler lernen Notfallvorsorge – ein Schulprojekt zeigt, wie Krisenbewältigung funktioniert

Schüler in Winnenden lernen den Umgang mit Notfällen – ein neues Schulprojekt macht’s möglich

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Eine Gruppe von Schülern in Winnenden wird nun im Rahmen eines neuen Schulprojekts darin geschult, wie man in Notfällen handelt. Die Initiative ist eine Reaktion auf jüngste Katastrophen, darunter die Flutkatastrophe 2024 und ein Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz im Jahr 2025. Lehrer und Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand, um jungen Menschen praktische Fähigkeiten für Krisensituationen zu vermitteln.

Am Georg-Büchner-Gymnasium haben sich Schüler der Klassen 8 bis 12 zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, die sich auf Notfallvorsorge konzentriert. Unter der Leitung von Florian Hambach – ein Lehrer, der ehrenamtlich im Katastrophenschutz der Malteser tätig ist – lernen sie, Notfallrucksäcke zu packen und wichtige Vorräte anzulegen. Die Gruppe hat berechnet, dass eine vierköpfige Familie für die Bewältigung einer Krise zehn Packungen Instant-Suppe, zwölf Kilogramm Konserven und acht Liter Milch benötigen würde.

Die beiden Schülerinnen Matilda (13) und Lara (15) stießen nach den eigenen Erfahrungen mit der Flut 2024 zur Gruppe. Ihr Engagement zeigt, wie aktuelle Ereignisse Schulen zum Handeln bewegen. Der 13-jährige Simon hingegen ist überzeugt, dass der Klimawandel solche Katastrophen häufiger machen könnte, und betont daher die Notwendigkeit besserer Vorbereitung. Das Projekt steht im Einklang mit landesweiten Bemühungen in Baden-Württemberg, wo es seit 2023 für Sechstklässler einen verpflichtenden Notfallvorsorge-Tag gibt. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat sich dafür ausgesprochen, junge Menschen im Umgang mit Krisen zu schulen – konkrete bundesweite Maßnahmen stehen jedoch noch aus. Hambach plädiert dafür, solche Lehrinhalte fest im Schuljahr zu verankern, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Das Pilotprojekt am Georg-Büchner-Gymnasium zeigt, wie Schulen auf die wachsende Sorge vor Notfällen reagieren. Die Schüler sammeln praktische Erfahrungen beim Packen von Vorräten und der Krisenplanung. Angesichts des regionalen und nationalen Interesses an dem Thema könnten ähnliche Programme künftig ausgeweitet werden.