29 April 2026, 12:15

Wie ein Mutterprogramm nach Sandy Hook Schulgewalt in den USA stoppt

Ein Klassenzimmer mit Schülern, die Gesichtsmasken tragen und auf Bänken und dem Boden sitzen, mit Büchern und Gegenständen auf den Tischen, Fenstern, einer Tür, einer Decke und Ventilatoren im Hintergrund.

Wie ein Mutterprogramm nach Sandy Hook Schulgewalt in den USA stoppt

Ein Schulprogramm zur Verbesserung der Sicherheit, das von einer Mutter ins Leben gerufen wurde, die ihren Sohn beim Amoklauf von Sandy Hook verlor, hat in den gesamten USA Gewalt verhindert. Nicole Hockley entwickelte Say Something 2014, um Schülerinnen und Schüler darin zu schulen, Warnsignale bei Mitschülern zu erkennen und Bedenken zu melden, bevor es zu Tragödien kommt.

Das Programm startete zwei Jahre, nachdem Hockleys sechsjähriger Sohn Dylan beim Massaker an der Sandy Hook Elementary School 2012 getötet worden war. Es wird von der gemeinnützigen Organisation Sandy Hook Promise getragen und bildet Schüler darin aus, Alarmzeichen – wie Drohungen, Mobbing oder Anzeichen von Selbstverletzung – zu erkennen und sie dazu zu ermutigen, sich zu äußern.

Seit dem Start haben Trainer Schulen in allen 50 Bundesstaaten besucht und Tausende junge Menschen erreicht. Die Initiative stützt sich auf ein anonymes Meldesystem, das rund um die Uhr von Krisenberatern betreut wird. Ernsthafte Hinweise werden umgehend an Polizei und Schulverantwortliche weitergeleitet, damit diese handeln können.

Am häufigsten werden Vorfälle von Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstverletzung gemeldet. Doch einige Hinweise verhinderten geplante Anschläge. 2021 deckte ein Tipp einen Schüler in Indiana auf, der mit einem Schulmassaker am Jahrestag des Amoklaufs von Parkland gedroht hatte. Die Behörden griffen ein, was zur Festnahme des Schülers führte.

Bisher gingen fast 395.000 Hinweise im System ein. Sandy Hook Promise behauptet, das Programm habe Schießereien und Suizide verhindert, indem es Schüler in die Lage versetzt, zu handeln, bevor Gewalt eskaliert.

Das Say Something-Programm wird weiter ausgebaut und bietet Schulen ein Werkzeug, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Durch die Schulung von Schülerinnen und Schülern, Bedenken zu melden, und eine rund um die Uhr besetzte Meldestelle zielt es darauf ab, Schaden abzuwenden, bevor Vorfälle eintreten. Der Ansatz hat bereits zu Festnahmen und Interventionen in Fällen geführt, in denen Gewalt geplant war.

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