Weihenstephan setzt auf KI und Solarstrom für klimaneutrale Bierlogistik
Lotta BrandtWeihenstephan setzt auf KI und Solarstrom für klimaneutrale Bierlogistik
Staatsbrauerei Weihenstephan eröffnet KI-gesteuertes Ladezentrum für Elektro-Lkw in Freising
Die Staatsbrauerei Weihenstephan hat in Freising ein innovatives, KI-gesteuertes Ladezentrum für Elektro-Lastwagen in Betrieb genommen. Die Anlage zählt zu den ersten ihrer Art unter den großen deutschen Brauereien und vereint Schnellladetechnik, Batteriespeicher, Solarstrom und intelligentes Energiemanagement.
In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Delta Charge entstand der zukunftsweisende Standort. Das Ladezentrum verfügt über zwei deckenmontierte Schnellladestationen mit je 150 kW Leistung. Ein Batteriespeichersystem unterstützt die Infrastruktur und bietet zunächst 125 kW Leistung sowie eine Kapazität von 257 kWh – mit der Option, auf 375 kW und 771 kWh erweitert zu werden.
Ein KI-basiertes Steuerungssystem koordiniert die Energieverteilung zwischen den Solarmodulen, dem Batteriespeicher und den Ladestationen. Der Speicher ist mit der hauseigenen 380-kWp-Solaranlage verbunden, sodass die Lkw mit vor Ort erzeugtem Solarstrom betrieben werden können. Das Konzept ist skalierbar und lässt sich auch auf andere Logistik- und Industrieanwendungen übertragen.
Für Weihenstephan ist der Umstieg auf Elektro-Lkw ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeits- und Dekarbonisierungsstrategie. Die Projektpartner betonen, dass die Kombination aus Elektrofahrzeugen, stationären Batteriespeichern und intelligentem Energiemanagement entscheidend für den Erfolg des Vorhabens ist.
Das neue Ladezentrum markiert einen wichtigen Schritt in den Umweltbemühungen der Brauerei. Es zeigt, wie erneuerbare Energien, Speichertechnologien und KI gemeinsam eine klimafreundlichere Logistik ermöglichen. Dank des modularen Aufbaus lässt sich die Anlage künftig erweitern und könnte Schulbeispiel für die Branche werden.






