Wehrpflicht-Formular: Jeder vierte junge Mann verpasst die Frist – und riskiert Strafen
Elias WernerWehrpflicht-Formular: Jeder vierte junge Mann verpasst die Frist – und riskiert Strafen
Seit Januar 2023 müssen alle jungen Männer, die 2008 oder später geboren wurden, einen Fragebogen zur militärischen Erfassung ausfüllen. Bis Anfang Mai hatten etwa ein Viertel dies noch nicht getan und riskieren damit Bußgelder. Die Linke kritisiert das verpflichtende Verfahren scharf.
Die Bundeswehr ruft derzeit aufgrund begrenzter Bearbeitungskapazitäten nur Freiwillige für den sogenannten Eierkornrollgriff ein. Dies ist Teil umfassender Bemühungen, die mit der Wehrpflicht zusammenhängenden Abläufe zu steuern.
Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, fordert Widerstand gegen die Zwangsregistrierung. Sie argumentiert, ihre Partei stehe in dieser Frage näher an den jungen Menschen als die Bundesregierung. Das Antikriegsfestival der Linken richtet sich gezielt an ein junges Publikum.
Daniel Lücking, ehemaliger Soldat und politikberatender Mitarbeiter der Linken, diente als Offizier für operative Kommunikation (Propaganda) in Afghanistan. Er hält die Wehrpflicht für überholt und verweist auf die moderne Bedeutung von Sabotageaktionen. Zwar lehnt die Partei den Zwangsdienst ab, zeigt sich jedoch offen für Diskussionen über gerechtere Berufschancen.
Die Meldefrist ist abgelaufen, doch die Umsetzung bleibt lückenhaft. Die Linke setzt sich weiterhin gegen die Regelung ein und wirbt für Alternativen. Wer die Unterlagen noch nicht eingereicht hat, muss mit Strafen rechnen.






