Warum viele Bäuerinnen ohne Altersvorsorge in die Falle tappen

Admin User
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Ein landwirtschaftlicher Hof mit Bäumen im oberen Bildbereich.

Warum viele Bäuerinnen ohne Altersvorsorge in die Falle tappen

Altersvorsorge für Frauen in der Landwirtschaft: "Früher ein unromantisches Thema"

Teaser: Nur 44 % der Frauen, die in die Landwirtschaft einheiraten, fühlen sich für den Ruhestand ausreichend abgesichert. Ein strukturelles Problem.

Veröffentlichungsdatum: 12. Dezember 2025, 08:00 Uhr MEZ

Schlagwörter: agrarheute, Finanzen, Vermögensverwaltung, Privatfinanzen, Wirtschaft

Artikel: Viele Frauen, die in landwirtschaftliche Familien in Deutschland einheiraten, sehen sich finanzieller Unsicherheit und unklaren Arbeitsbedingungen gegenüber. Ein aktueller Fall zeigt die Risiken auf, die entstehen, wenn eine Familie ohne vertragliche Absicherung oder rechtliche Vorsorge gegründet wird. Experten raten nun dringend zu klaren Vereinbarungen vor der Eheschließung, um beide Partner abzusichern.

Ida Seifert heiratete in einen landwirtschaftlichen Betrieb ein, arbeitete jedoch zunächst in einem schlecht bezahlten Minijob ohne Sozialleistungen. Trotz Warnungen ignorierte sie den Rat, einen formellen Arbeitsvertrag abzuschließen. Ihr Schicksal steht exemplarisch für einen weiteren Trend: 80 % der Frauen in ähnlichen Positionen verfügen weder über Eheverträge noch über Regelungen für den Fall einer Trennung oder des Todes.

Das Fehlen solcher Verträge macht viele Frauen in landwirtschaftlichen Familien verwundbar. Seiferts Erfahrung zeigt, wie schnell finanzielle Sicherheit ohne entsprechende Absprachen verloren gehen kann. Fachleute setzen sich weiterhin für bessere rechtliche Absicherungen ein, um ähnliche Fälle in Zukunft zu verhindern.