Warnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für faire Löhne gegen Inflation
Hannah BöhmWarnstreik bei Lorenz Snacks: Belegschaft kämpft für faire Löhne gegen Inflation
Beschäftigte von Lorenz Snacks in Hankensbüttel treten in Warnstreik
Bei der Lorenz Snacks GmbH & Co KG in Hankensbüttel haben die Mitarbeiter mit einem Warnstreik begonnen – die erste Welle von Arbeitskampfmaßnahmen in der deutschen Süßwarenbranche. Fast die gesamte Belegschaft am Standort beteiligt sich an der Aktion.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verhandelt derzeit mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) über Lohnerhöhungen. Üblicherweise finden die Tarifgespräche auf Landesebene statt, wobei es teilweise Überschneidungen gibt. Die NGG fordert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über zwölf Monate.
Die Arbeitgeber haben hingegen ein halbes Jahr Lohnstopp vorgeschlagen, gefolgt von einer Erhöhung um 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,5 Prozent im Jahr 2027. Alexander Nimptsch, NGG-Regionalsekretär, kritisiert, dass das Angebot die finanzielle Belastung der Beschäftigten nicht ausreichend berücksichtige.
Steigende Kosten für Energie, Sprit und Lebensmittel setzen die Mitarbeiter stark unter Druck – besonders betroffen sind Pendler mit langen Arbeitswegen. Die Süßwarenbranche ist in Deutschland die viertgrößte Lebensmittelindustrie und bietet rund 60.000 Menschen Arbeit.
Der Streik bei Lorenz Snacks deutet auf wachsende Unzufriedenheit in der Branche hin. Die Beschäftigten kämpfen für höhere Löhne, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Verhandlungen zwischen NGG und BDSI laufen weiterhin.






