03 March 2026, 13:04

Waffenfreie Zonen in sechs deutschen Städten zeigen erste Erfolge gegen Gewalt

Ein Plakat mit der Aufschrift "Präsident Bidens Strategie zur Prävention von Waffengewalt" vor einer Stadtkulisse mit Gebäuden und Bäumen.

Waffenfreie Zonen in sechs deutschen Städten zeigen erste Erfolge gegen Gewalt

Mehrere deutsche Städte haben waffenfreie Zonen eingeführt, um die öffentliche Sicherheit zu erhöhen und Gewalt zu reduzieren. Seit Ende 2024 gelten in Teilen von Kassel, Wiesbaden, Bad Hersfeld, Wolfsburg, Eintracht Braunschweig und Goslar Beschränkungen für bestimmte Waffen und gefährliche Gegenstände. Die Behörden verzeichnen erste Erfolge: Hunderte verbotene Gegenstände wurden beschlagnahmt, und Verstöße wurden registriert.

Die ersten Zonen wurden im Oktober 2024 in Kassel, Wiesbaden und Bad Hersfeld eingerichtet. Bis Anfang 2025 verzeichnete Kassel allein 154 Verstöße und die Beschlagnahmung von 750 verbotenen Gegenständen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, mögliche Gewalt zu verhindern, indem der Zugang zu Waffen in stark frequentierten öffentlichen Räumen eingeschränkt wird.

Andere Städte zogen nach. Goslar richtete seine Zone im Juni 2024 um den Hauptbahnhofsbereich und die angrenzenden Straßen ein. Wolfsburgs Beschränkungen, die das Gebiet "Nordkopf" – einschließlich des Zentralbahnhofs und des Busbahnhofs – umfassen, traten am 1. Januar 2025 in Kraft. In Eintracht Braunschweig gilt die waffenfreie Zone täglich von 20 bis 6 Uhr in weiten Teilen der Innenstadt.

Innerhalb dieser Zonen ist das Mitführen von Schusswaffen, langen Messern, Schlagstöcken und anderen Gegenständen, die schwere Verletzungen verursachen können, verboten. Pfeffersprays und Tierabwehrsprays bleiben jedoch erlaubt, sofern sie nicht unter das Waffengesetz fallen. Ausnahmen gelten für Rettungskräfte, Handwerker und Lieferdienste, die Werkzeuge oder Messer für ihre Arbeit benötigen. Auch Privatpersonen dürfen verbotene Gegenstände transportieren, wenn diese sicher in verschlossenen Behältern verstaut sind – etwa in Einkaufstaschen oder anderen Verpackungen.

Die Polizei ist berechtigt, stichprobenartige Kontrollen ohne konkreten Verdacht durchzuführen und Taschen, Rucksäcke oder Kleidung nach verbotenen Gegenständen zu durchsuchen. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet, wobei die Bußgelder in Eintracht Braunschweig bis zu 10.000 Euro, in Goslar und Wolfsburg bis zu 5.000 Euro betragen können.

Die Einführung der waffenfreien Zonen hat bereits zur Beschlagnahmung Hunderter verbotener Gegenstände und zu zahlreichen Verstößen geführt. Zwar liegen noch keine vergleichenden Kriminalstatistiken vor, doch die Behörden setzen weiterhin auf diese Maßnahmen, um die Sicherheit zu verbessern. Bußgelder und strenge Kontrollen bleiben zentrale Instrumente, um die Einhaltung der Regeln in den ausgewiesenen Bereichen zu gewährleisten.