VW reformiert Bonusmodell: Führungskräfte erhalten weniger – aber mit Aktienrisiko
Lotta BrandtVW reformiert Bonusmodell: Führungskräfte erhalten weniger – aber mit Aktienrisiko
Die Volkswagen Group hat ihr Bonusmodell für Führungskräfte überarbeitet und hält künftig einen Teil der variablen Vergütung für Vorstandsmitglieder zurück. Die Maßnahme folgt auf einen deutlichen Rückgang der Auszahlungen für das Jahr 2015, der die finanziellen Belastungen des Konzerns widerspiegelt. Künftig werden etwa 30 Prozent der Boni an die zukünftige Aktienperformance geknüpft.
2015 sank die gesamte variable Vergütung für ein reguläres Vorstandsmitglied um 39 Prozent – von 5,3 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 3,2 Millionen Euro. Die tatsächliche Auszahlung für die Vergütung dieses Jahres betrug 2,2 Millionen Euro, ein Rückgang um 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser Kürzungen verzichtet Volkswagen jedoch nicht vollständig auf Bonuszahlungen.
Der einbehaltene Anteil – rund 30 Prozent der variablen Vergütung – wird in Aktien umgewandelt. Diese Aktien verbleiben für drei Jahre in einem Sperrdepot, bevor über eine Auszahlung entschieden wird. Nach dieser Frist wird der Aktienkurs überprüft, um zu bestimmen, ob die Führungskräfte die Mittel erhalten.
Steigt der Aktienkurs um ein Viertel, wird der einbehaltene Betrag freigegeben. Bei einem weiteren Anstieg wäre die Auszahlung entsprechend höher. Fällt der Kurs jedoch unter die festgelegte Schwelle, verlieren die betroffenen Vorstandsmitglieder das Geld vollständig.
Das neue Modell bindet einen erheblichen Teil der Managerboni an die Entwicklung des Volkswagen-Aktienkurses in den kommenden drei Jahren. Dieser Ansatz reduziert zwar die sofortigen Auszahlungen, bietet aber potenziell höhere Belohnungen, falls sich der Aktienkurs erholt. Die Entscheidung unterstreicht die fortlaufenden Bemühungen, die Vergütung der Führungsebene stärker an langfristige finanzielle Ergebnisse zu koppeln.






