Vom Nachtclub zur Konzertarena: „Eintracht Braunschweigs“ startet 2026 durch

Lotta Brandt
Lotta Brandt
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Eine große Aula im Bau mit Gerüsten, einem Sicherheitsnetz unten und verschiedenen Gegenständen wie Stühlen, Treppen, Geländern und Lampen im Hintergrund, mit Fenstern auf der rechten Seite.Lotta Brandt

Vom Nachtclub zur Konzertarena: „Eintracht Braunschweigs“ startet 2026 durch

Ehemaliger Nachtclub "Jolly Time" in Braunschweig wird 2026 als Konzertlocation "Eintracht Braunschweigs" neu eröffnet

Der ehemalige Nachtclub Jolly Time in der Broitzemer Straße in Braunschweig wird im April 2026 unter dem Namen Eintracht Braunschweigs wieder seine Türen öffnen. Unter diesem Namen soll die Location künftig vor allem als Konzertraum für bis zu 1.600 Besucher dienen. Das Projekt wird ohne öffentliche Anhörungen oder Umweltprüfungen umgesetzt – laut geltender Rechtslage sind diese nicht erforderlich.

Die Geschichte des Gebäudes reicht bis zur Maschinenfabrik Schönau & Fröhlich zurück, die einst an diesem Standort stand. Der neue Name knüpft an diese industrielle Vergangenheit an, während das Innere des Gebäudes derzeit umgestaltet wird. Ziel ist es, moderne Veranstaltungserfordernisse mit dem ursprünglichen Fabriklook der Halle zu verbinden.

Die Applaus Kulturproduktionen GmbH, die das Projekt verantwortet, leitet die Umbauarbeiten. Die Stadt Braunschweig bestätigte, dass die bestehende Baugenehmigung für Versammlungszwecke weiterhin gültig ist und die Arbeiten somit fortgeführt werden können. Weder für den Betrieb der neuen Location noch für die Umnutzung des Gebäudes sind zusätzliche Genehmigungen nötig.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksrat Westliches Ringgebiet hatte jedoch Fragen zu möglichen Umweltauswirkungen und zur Bürgerbeteiligung aufgeworfen. Die Stadtwaltung erklärte jedoch, dass weder die Sanierung noch die spätere Nutzung der Location nach Bundes- oder Landesrecht eine verpflichtende Umweltprüfung erfordern. Auch Nachbebenachrichtigungen oder öffentliche Beteiligungsverfahren sind im Genehmigungsprozess nicht vorgesehen.

Die Eröffnung der neuen Veranstaltungshalle ist für Anfang 2026 geplant. Da keine rechtlichen Hürden mehr bestehen, konzentrieren sich die Umbauarbeiten nun darauf, die historische Bausubstanz für moderne Großveranstaltungen fit zu machen. Das Projekt bleibt damit ohne zusätzliche behördliche Verzögerungen auf Kurs.