Volkswagen startet Batteriezellenproduktion in Salzgitter – Gigafactory setzt auf grüne Energie
Hannah BöhmVolkswagen startet Batteriezellenproduktion in Salzgitter – Gigafactory setzt auf grüne Energie
Volkswagen startet Batteriezellenproduktion in neuer Gigafactory in Salzgitter
Die Volkswagen Group hat in ihrer neuen Gigafactory in Salzgitter die Produktion von Batteriezellen aufgenommen. Die zwei Milliarden Euro teure Anlage markiert einen entscheidenden Schritt im Wandel des Konzerns hin zur Elektromobilität. Konzernchef Oliver Blume bezeichnete den Start als "wichtigen Meilenstein für die automobile Zukunft Europas".
Das Werk in Salzgitter, einst eine Motorenfabrik, ist nun ein hochmodernes Produktionszentrum für Batteriezellen. Es wird vollständig mit Wind- und Solarstrom betrieben und spart im Vergleich zu ähnlichen Fabriken jährlich 115.000 Tonnen CO₂ ein. Zunächst werden Nickel-Mangan-Kobalt-Zellen (NMC) gefertigt, später sollen auch Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) und Festkörperbatterien folgen.
2024 beginnt in Valencia, Spanien, der Bau einer zweiten Gigafactory unter der VW-Tochter PowerCo. Diese Anlage soll ab 2026 eine jährliche Kapazität von 40 Gigawattstunden (GWh) erreichen und Zellen für Modelle wie den VW ID. Polo, den Skoda Epiq SUV und den Cupra Raval liefern. Beide Standorte setzen auf moderne Automatisierung und Echtzeit-Datenanalyse, um Effizienz und Qualität zu steigern.
Auch das VW-Werk in Martorell, Spanien, wird Batteriesysteme produzieren und bis 2026 eine Jahreskapazität von 20 GWh anstreben – mit Potenzial zur Verdopplung. Der Konzern streut Risiken, indem er einige Systeme selbst herstellt und andere von Mobis in Pamplona bezieht. Ein "Cell-to-Pack"-Design vereinfacht die Fertigung durch direkte Integration der Zellen, senkt die Kosten und erhöht die Energiedichte.
Die Gigafactory in Salzgitter festigt VWs Position auf dem europäischen E-Auto-Markt. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien und skalierbare Produktionsmethoden setzt das Werk Maßstäbe für künftige Standorte. Mit der Doppelstrategie aus Eigenfertigung und externen Partnerschaften sichert sich der Konzern langfristig die Batterieversorgung.
