22 April 2026, 18:16

Vincent Bollorés neues Thinktank will Frankreichs Rechte intellektuell stärken

Cartoon-Illustration von französischen Demokraten, die royalen Flüchtlinge auf einem bedruckten Blatt Papier überraschen, mit begleitendem Text.

Vincent Bollorés neues Thinktank will Frankreichs Rechte intellektuell stärken

Ein neues konservatives Thinktank: Das Institut de l'Espérance startet in Frankreich mit Unterstützung des Milliardärs Vincent Bolloré

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Das Institut de l'Espérance, ein neu gegründetes konservatives Thinktank, hat in Frankreich seine Arbeit aufgenommen – finanziert vom Milliardär Vincent Bolloré. Die 2022 ins Leben gerufene Organisation will wirtschaftliche Liberalisierung, traditionelle christliche Werte und eine kritische Haltung gegenüber Multikulturalismus innerhalb der französischen Rechten verbinden.

Die Initiative entsteht zu einer Zeit, in der kulturelle Debatten an Schärfe gewinnen und die Rechte interne Umbrüche erlebt. Anders als viele französische Thinktanks – die oft stärkeren Einfluss auf die Linke ausüben – strebt das Institut an, einen eigenständigen intellektuellen Raum zu besetzen.

Geleitet wird das Institut de l'Espérance von einem Team überzeugter christdemokratischer Akteure: Jean-Christophe Thiery, Philippe Royer und Chantal Barry. Ihr Ziel ist es, ein kohärentes ideologisches Gerüst zu entwickeln, das marktwirtschaftliche Prinzipien mit konservativer Sozialpolitik verbindet.

Das Thinktank ist eingebettet in ein größeres Netzwerk konservativer und liberaler Gruppen, die mit Bollorés Medien- und Wirtschaftsinteressen verknüpft sind. Es veranstaltet Diskussionsrunden, bei denen Politiker, Ökonomen und Journalisten über Sicherheit, nationale Identität und wirtschaftliche Freiheiten debattieren.

Obwohl das Institut keine Abschaffung des Abtreibungsrechts fordert, setzt es sich für die Aufhebung von Gesetzen ein, die Äußerungen oder Handlungen unter Strafe stellen, die als abtreibungsfeindlich wahrgenommen werden. Seine Forschungsarbeit umfasst 100 Politikvorschläge zu Themen wie Migration, Staatsausgaben, Unternehmertum und patriotische Bildung.

In Frankreich hatten rechtsgerichtete Thinktanks historisch geringere Sichtbarkeit als ihre linksgerichteten Pendants. Das Institut de l'Espérance will dies ändern, indem es politische Analysen, kulturelles Engagement und christliche Ethik zu einer einheitlichen Plattform vereint.

Das Institut betritt ein vielschichtiges, aber ungleichgewichtiges Feld der französischen Politikforschung. Sein Fokus auf wirtschaftliche Freiheit, kulturellen Konservatismus und christliche Werte hebt es sowohl von etablierten als auch von randständigen Gruppen ab.

Mit Bollorés Rückendeckung und einer klaren Agenda strebt das Thinktank an, die Debatten über Migration, nationale Identität und Finanzpolitik in den kommenden Jahren maßgeblich mitzugestalten.

Quelle