27 March 2026, 10:16

Verkehrsminister lehnen Zweierteams für Zugbegleiter trotz steigender Gewalt ab

Ein Artikel mit Bildern von Menschen, Zügen und anderen Gegenständen sowie dem Titel "Der Zug, der nie aufhört - wie das kontinuierliche Transportsystem funktioniert."

Verkehrsminister lehnen Zweierteams für Zugbegleiter trotz steigender Gewalt ab

Ein Vorstoß, Zugbegleiter künftig nur noch im Zweierteam einsetzen zu lassen, ist von den Verkehrsministern der Länder abgelehnt worden. Die Entscheidung fällt nach monatelangen Diskussionen, die durch einen tödlichen Angriff auf einen Bahnmitarbeiter im Februar ausgelöst worden waren. Gewerkschaften hatten strengere Personalvorgaben gefordert, um die Sicherheit zu erhöhen.

Die Verkehrsministerkonferenz lehnte "starre bundesweite Vorgaben" zur Besetzung ab. Solche Regeln seien unpraktikabel und mit hohen Kosten verbunden, hieß es zur Begründung. Stattdessen sprach sich die Runde für bereits umgesetzte Sicherheitsverbesserungen aus, darunter Körperkameras für Mitarbeiter und überarbeitete Kontrollverfahren bei der Deutschen Bahn, die kürzlich eingeführt wurden.

Allein im Jahr 2025 wurden über 3.000 Angriffe auf Bahnbeschäftigte registriert – in den ersten zehn Monaten gab es durchschnittlich fünf körperliche Übergriffe pro Tag. Trotz dieser Zahlen wies die Ministerentscheidung eine zentrale Forderung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) zurück. deren Vorsitzender Martin Burkert warnte, dass die Ablehnung der Zweierregelung zu noch mehr Gewalt führen könnte.

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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte eine Überprüfung der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen bis Ende April an. Parallel laufen weiterhin Gespräche über eine bessere Videoüberwachung an Bahnhöfen und die Bereitstellung zusätzlicher Mittel. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßte zwar die neuen SicherheitsSchritte, verwies aber auf die damit verbundenen finanziellen Belastungen.

Die Ablehnung der verpflichtenden Zweierteams bedeutet, dass die Sicherheitsstandards vorerst unverändert bleiben. Die jüngsten Maßnahmen der Deutschen Bahn, etwa die Einführung von Körperkameras, bleiben damit die zentrale Antwort auf die steigende Zahl von Angriffen. Die Ergebnisse der für April geplanten Prüfung werden zeigen, ob weitere Schritte folgen.

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