USA verschärfen ESTA-Regeln: Mehr Daten, höhere Kosten für Reisende ab Montag
Noah WeberUSA verschärfen ESTA-Regeln: Mehr Daten, höhere Kosten für Reisende ab Montag
Reisende in die USA könnten bald mit deutlich strengeren Einreisebestimmungen konfrontiert werden. Ab kommendem Montag müssen Antragsteller für eine ESTA-Genehmigung weitaus mehr persönliche Daten angeben als bisher. Gleichzeitig steigen die Kosten stark an: Die Gebühr für die Registrierung verdoppelt sich nahezu – von 21 auf 40,27 US-Dollar.
Die US-Regierung hat den Umfang der für ESTA-Anträge erforderlichen Informationen ausgeweitet. Touristen und Geschäftsreisende müssen künftig ihre Social-Media-Konten der vergangenen fünf Jahre angeben. Zudem sind Telefonnummern der letzten fünf Jahre sowie E-Mail-Adressen des letzten Jahrzehnts verpflichtend zu hinterlegen.
Auch detaillierte Angaben zu Familienmitgliedern – darunter Geburtsdaten, Adressen und Telefonnummern – werden zur Pflicht. Die ESTA-Genehmigung selbst bleibt weiterhin zwei Jahre gültig und ermöglicht in diesem Zeitraum mehrfache Einreisen.
Die Behörden begründen die Verschärfungen mit dem Schutz des Landes vor ausländischen Terroristen und anderen Sicherheitsrisiken. Sollten bis Montag keine rechtlichen Klagen eingereicht werden, könnten die neuen Regeln sofort in Kraft treten. Datenschützer warnen Reisende bereits jetzt, sich gut zu überlegen, ob sie derart umfangreiche persönliche Daten preisgeben wollen.
Betroffen von den Änderungen sind Schweizer Staatsbürger sowie Angehörige anderer Länder, die visumfrei in die USA einreisen dürfen.
Das überarbeitete ESTA-Verfahren verlangt nicht nur deutlich mehr Daten, sondern ist auch fast doppelt so teuer. Reisende müssen nun abwägen, ob sie bereit sind, so detaillierte persönliche und familiäre Informationen offenzulegen. Die neuen Bestimmungen könnten bereits in wenigen Tagen greifen – sofern sie nicht durch juristische Schritte gestoppt werden.






