USA steigen aus Umweltkommission des USMCA aus – Kritik von allen Seiten
Noah WeberUSA steigen aus Umweltkommission des USMCA aus – Kritik von allen Seiten
Die US-Regierung hat angekündigt, sich aus der Kommission für Umweltzusammenarbeit (CEC) zurückzuziehen, einem Gremium, das im Rahmen des Handelsabkommens USMCA gegründet wurde. Der Schritt stößt bei Handelsexperten und Wirtschaftsverbänden auf Kritik, die argumentieren, dass der Austritt aus multilateralen Foren die Zusammenarbeit schwäche, anstatt Probleme zu lösen.
Die CEC fördert die umweltpolitische Kooperation zwischen den USA, Mexiko und Kanada. Zu ihren Zielen gehören die Modernisierung von Richtlinien sowie die Unterstützung der im USMCA festgelegten Nachhaltigkeitsziele. Mitte 2023 veröffentlichte die Kommission einen Zeitplan zur Überprüfung ihrer Fortschritte.
Kenneth Smith Ramos, ehemaliger technischer Chefunterhändler des Handelsabkommens, bezeichnete den Rückzug der USA als weiteren Rückschlag für die Vereinbarung. Unterdessen forderte Mexikos Wirtschaftsverband Concanaco-Servytur Reformen statt eines Austritts. Die Organisation ist überzeugt, dass multilaterale Herausforderungen durch die Stärkung der Institutionen von innen angegangen werden sollten.
Der Verband ruft zu tiefgreifenden Reformen auf, um Vertrauen, Relevanz und Effizienz multilateraler Gremien wiederherzustellen. Mexiko könnte diesen Moment nutzen, um sich als progressiver Vorreiter zu positionieren und Veränderungen in globalen Foren voranzutreiben.
Der Ausstieg der USA aus der CEC steht im Kontext der breiten Debatte über die Rolle multilateraler Organisationen. Die Arbeit der Kommission zu den Umweltzielen des USMCA wird zwar fortgesetzt, doch ihre künftige Bedeutung könnte von Reformbemühungen abhängen. Mexikos Haltung deutet darauf hin, dass das Land auf stärkere und anpassungsfähigere Institutionen drängt – statt sich aus der Zusammenarbeit zurückzuziehen.






