US-Richter grenzt Prognosemärkte von CFTC-Regeln ab – CME Group klagt gegen Behörde
Hannah BöhmUS-Richter grenzt Prognosemärkte von CFTC-Regeln ab – CME Group klagt gegen Behörde
Ein Bundesrichter in den USA hat entschieden, dass wettspezifische Prognosemärkte nicht als Swaps einzustufen sind und damit außerhalb der Zuständigkeit der US-Terminbörsenaufsicht CFTC (Commodity Futures Trading Commission) fallen. Das Urteil fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die CME Group Klage gegen die Behörde wegen der Genehmigung von sogenannten „Perpetual Futures“ vorbereitet.
Terrence Duffy, Vorstandsvorsitzender der CME Group, argumentiert, dass die genehmigten dauerhaften Terminkontrakte nicht den Anforderungen des Dodd-Frank-Gesetzes für Swaps entsprechen. Er wirft der CFTC vor, Fakten im Zusammenhang mit der Freigabe eines 24/7-Handels falsch dargestellt zu haben. Duffy beharrt zudem darauf, dass es sich bei den als Futures klassifizierten Produkten in Wahrheit um Swaps handle, die anderen regulatorischen Standards unterlägen.
Das Urteil stellt die jüngste Ausweitung der Befugnisse der CFTC unter der Regierung Trump infrage. Die CME Group hat erklärt, sie benötige Klarheit über die „Spielregeln“, bevor sie eigene Perpetual-Kontrakte notieren könne. Unterdessen soll der Sechste US-Bundesberufungsgerichtshof im kommenden Monat die Frage der Kompetenzen der CFTC prüfen.
In einem separaten Fall lehnte ein US-Bundesrichter den Antrag des Prognosemarkts Polymarket auf eine einstweilige Verfügung gegen die Aufsichtsbehörden von Michigan ab. Der Oberste Gerichtshof der USA könnte letztlich über den größeren Streit um die regulatorische Zuständigkeit entscheiden.
Die juristischen Auseinandersetzungen verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen Marktbetreibern und Regulierungsbehörden. Die Ergebnisse dieser Verfahren werden den Umfang der Befugnisse der CFTC und die Zukunft von Perpetual-Futures-Kontrakten bestimmen. Letztlich könnte der Supreme Court den Konflikt lösen.






