US-Militär tötet drei mutmaßliche Drogenschmuggler bei umstrittenem Pazifik-Angriff
Elias WernerUS-Militär tötet drei mutmaßliche Drogenschmuggler bei umstrittenem Pazifik-Angriff
Die US-Streitkräfte haben im Rahmen der Operation Southern Spear erneut einen tödlichen Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmugglerboot durchgeführt. Bei dem Schlag Anfang September im östlichen Pazifik kamen drei Menschen ums Leben. Behörden bezeichneten die Opfer als „Narco-Terroristen“, gaben jedoch kaum Details zu Ort oder Umständen des Vorfalls bekannt.
Die Operation Southern Spear war Anfang dieses Monats gestartet worden und zielt auf Drogenhandelsrouten in der Karibik und im östlichen Pazifik ab. Das US Southern Command kündigte den jüngsten Angriff über X an, ohne jedoch den genauen Ort des Geschehens zu nennen.
Von den Streitkräften veröffentlichtes Filmmaterial zeigt eine Explosion auf dem Boot, das sich auf bekannten Schmuggelrouten bewegte. Dieser Angriff folgt einer ähnlichen Aktion vom vergangenen Freitag, bei der ebenfalls drei Menschen getötet wurden.
Seit Beginn der Operation wurden bei solchen Schlägen nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mehr als 200 Menschen getötet. Die US-Regierung stellt die Kampagne als direkte Konfrontation mit den Drogenkartellen dar. Präsident Donald Trump erklärte, Washington führe „effektiv Krieg“ gegen diese Gruppen in Lateinamerika.
Rechtsexperten und Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Angriffe scharf. Sie argumentieren, dass es sich dabei um außergerichtliche Hinrichtungen handeln könnte, die gegen das Völkerrecht verstoßen.
Mit dem jüngsten Schlag steigt die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Operation Southern Spear auf über 200. Die US-Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmugglerboote fort, doch die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen bleibt umstritten. Menschenrechtsgruppen fordern mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht bei den Einsätzen.






