US-Behörde prüft tödliche Missstände in ICE-Haftanstalten nach Rekordsterblichkeit
Lotta BrandtUS-Behörde prüft tödliche Missstände in ICE-Haftanstalten nach Rekordsterblichkeit
Der interne Kontrollausschuss des US-Heimatschutzministeriums hat zwei neue Untersuchungen zur Behandlung inhaftierter Migranten durch die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE eingeleitet. Die Prüfungen befassen sich mit dem Anstieg der Todesfälle sowie der Einhaltung der Regeln zum Gewaltgebrauch in den Einrichtungen. Die Abgeordnete Lauren Underwood hatte den Heimatschutzminister Markwayne Mullin kürzlich zur 'historisch hohen Sterblichkeitsrate' in ICE-Haft befragt. Allein im Jahr 2026 gab es bereits 20 Todesfälle unter Häftlingen. Erst diese Woche starb der 63-jährige Mexikaner Félix Alcorta-Rodríguez im Webb County Detention Center in Laredo, Texas.
Eine der Untersuchungen konzentriert sich speziell auf die steigende Zahl von Todesfällen. Die zweite bewertet, ob die ICE-Einrichtungen die geltenden Standards für den Einsatz von Gewalt einhalten. Die Prüfungen folgen auf einen kürzlichen Bericht, der Verstöße gegen diese Regeln in einem Haftzentrum in Louisiana aufdeckte.
Zusätzlich hat die ICE ihre Richtlinien geändert. Todesfälle von Inhaftierten werden nun nur noch gemeldet, solange diese sich in physischer Haft befinden. Die Ergebnisse der Untersuchungen könnten zu Änderungen führen, wie die ICE Vorfälle in ihren Einrichtungen verwaltet und dokumentiert. Die Prüfungen zielen darauf ab, die Einhaltung von Standards zu überprüfen und die Sicherheit der Inhaftierten zu verbessern.
