Touadéra gewinnt erste Runde der Präsidentschaftswahl mit 76,15 Prozent der Stimmen
Noah WeberTouadéra gewinnt erste Runde der Präsidentschaftswahl mit 76,15 Prozent der Stimmen
Präsident Faustin-Archange Touadéra hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in der Zentralafrikanischen Republik mit großer Mehrheit gewonnen. Vorläufigen Ergebnissen zufolge erhielt er 76,15 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor seinem stärksten Konkurrenten. Die Wahl fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Landes statt.
Die Regierung hatte im Vorfeld der Abstimmung versucht, Unruhen zu verhindern, indem sie Abkommen mit Rebellengruppen schloss. Trotz dieser Bemühungen blieb die Sicherheitslage angespannt, was nach Bekanntgabe der Ergebnisse zu gemeinsamen Patrouillen in der Hauptstadt Bangui führte.
Der Oppositionskandidat Anicet-Georges Dologuelé erreichte mit 14,66 Prozent der Stimmen den zweiten Platz. Er äußerte umgehend Bedenken wegen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl und kündigte an, das Ergebnis anfechten zu wollen. Mehrere Oppositionsparteien hatten die Wähler zuvor zum Boykott der Wahl aufgerufen, dennoch lag die Wahlbeteiligung bei 52,42 Prozent.
Touadéra, der seit 2016 an der Macht ist, hatte im vergangenen Jahr eine Verfassungsänderung durchgesetzt, die ihm eine dritte Amtszeit ermöglicht. Sollten die Ergebnisse Bestand haben, wird seine neue Amtszeit sieben statt wie bisher fünf Jahre dauern.
Das Wahlergebnis ebnet Touadéra den Weg für eine weitere Amtszeit – vorbehaltlich etwaiger rechtlicher Anfechtungen. Die Sicherheitskräfte bleiben in Alarmbereitschaft, während das Land auf die endgültige Bestätigung der Ergebnisse wartet. Die Aufrufe der Opposition zum Wahlboykott und die Vorwürfe von Unregelmäßigkeiten verstärken die Unsicherheit um den Wahlprozess.






